Herpes-Ausbruch am CSI Oliva (ESP) und am CSI Lier (BEL)

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Ein an Herpes erkranktes Pferd @Shutterstock

Am 22. Februar 2023 informierte der internationale Pferdesportverband (FEI), dass am CSI von Oliva (ESP) vier Pferde positiv auf das Equine Herpesvirus des Typs 1 (EHV-1) getestet wurden. Sieben Pferde hatten vorgängig Fieber entwickelt und wurden zusammen mit drei weiteren Pferden aus demselben Stallblock umgehend isoliert und getestet. Dabei wurde vier von ihnen positiv auf EHV-1 getestet. Keines der Pferde entwickelte dabei neurologische Symptome.

svps. Alle notwendigen Vorsichtsmassnahmen zur Minimierung des Übertragungsrisikos wurden in Oliva rasch ergriffen, und alle Pferde, die vom 7. bis 22. Februar 2023 vor Ort waren – fast 1000 Pferde – wurden in der FEI-Datenbank gesperrt. Dies schliesst alle Pferde ein, die Oliva bereits verlassen haben. Die verantwortlichen Personen sowie die nationalen Pferdesportverbände wurden entsprechend informiert.
Auch am CSI Lier (BEL) wurde ein Pferd, das am Wochenende Symptome zeigte, sofort isoliert, und nach der Bestätigung von EHV-1 zu Beginn der Woche wurden das betroffene Pferd und weitere 25 Pferde, die als Kontaktpferde gelten, in der FEI-Datenbank gesperrt.

Alle in der FEI-Datenbank gesperrten Pferde aus Lier und Oliva dürfen so lange nicht an FEI-Veranstaltungen teilnehmen bis sie bestimmte Gesundheitsanforderungen erfüllt haben, die auferlegt wurden, um eine Übertragung des Virus zu verhindern. Zu den obligatorischen Biosicherheitsmassnahmen gehören die Isolierung für mindestens 21 Tage, die zweimal tägliche rektale Temperaturmessung und die Durchführung von Labortests auf EHV-1. Die Pferde können nur auf Anraten eines Tierarztes aus der Isolation entlassen werden. Um die Sperre aufzuheben und zu FEI-Veranstaltungen wieder zugelassen zu werden, müssen die EHV-Tests bei der FEI eingereicht werden. Die Athleten wurden über die Details informiert.

Auch Schweizer Pferde betroffen

Ein Grossteil der Pferde, die am Springturnier in Oliva teilnahmen, konnte die Heimreise antreten respektive ist bereits zu Hause angekommen – so auch etliche Schweizer Pferde. Für all diese Pferde gelten die Vorgaben der FEI ebenfalls. Dies bedeutet, dass sie auch in der Datenbank des SVPS gesperrt sind und nicht an nationalen Turnieren teilnehmen können, bis die geforderten negativen Tests vorliegen.

Die wichtigste Massnahme zur Unterbrechung der Ansteckungen ist die Isolation der Pferde und die Überwachung des Gesundheitszustands. Dabei wird empfohlen, den Pferden zweimal täglich die rektale Körpertemperatur zu messen (Temperaturen über 38,2 °C gelten als Fieber). Wenn mehrere Pferde eines Stalles gemeinsam auf einem Turnier waren, können diese Pferde als eine Gruppe isoliert gehalten werden. Zeigt ein Pferd Anzeichen von schlechter Fresslust, Nasenausfluss, Mattigkeit oder Fieber, sollte ein Tierarzt beigezogen werden. In dieser Zeit sollten weder neuen Pferde im Stall aufgenommen werden noch sollten Pferde den Stall verlassen – es sei denn für eine Überweisung in eine Klinik.

Hinweise zur Impfung

Generell wird empfohlen, sportaktive Pferde, die mit anderen unbekannten Pferden eingestallt werden, sowie Pferde in Zuchtbetrieben oder gefährdeten Betrieben gegen das Equine Herpesvirus zu impfen. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, sollte wenn immer möglich der gesamte Bestand geimpft werden. Ihren Privattierarzt wird sie optimal beraten können.

(Medienmitteilung SVPS, Symbolbild Shutterstock)

  • Schweizer Zuchtgenossenschaft für Arabische Pferde

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