Manchmal bringt die Zucht ein Wesen hervor, das alle physikalischen Grenzen zu sprengen scheint. Heute blicken wir zurück auf eine Legende, deren Name heute noch Ehrfurcht auslöst.
Welches Pferd suchen wir?
Sein Körperbau wurde anfangs belächelt: Er wirkte zu gross, zu kräftig und für viele Experten schlicht zu ungewöhnlich für den klassischen Rennsport. Doch sobald er die Bahn betrat und zu rennen begann, verschwamm der Boden unter seinen Hufen.
Er war das erste Pferd, das die drei bedeutendsten Rennen seines Landes nicht nur gewann, sondern in Rekordzeiten dominierte – Rekorde, die bis heute, über 50 Jahre später, unangefochten bestehen.
In seinem berühmtesten Rennen vergrösserte er seinen Vorsprung nicht etwa mühsam um ein paar Pferdelängen. Er distanzierte das Feld um einen Abstand, der selbst im modernen Rennsport unvorstellbar bleibt: mehr als 30 Meter Vorsprung im Ziel.
Nach seinem Tod entdeckten Tierärzte bei der Obduktion ein wahres anatomisches Wunder: Ein Organ in seinem Inneren war doppelt so schwer wie üblich – und damit doppelt so effizient.
Welches Pferd suchen wir?

Wir suchen natürlich den legendären Secretariat, auch bekannt als «Big Red». Im Jahr 1973 gewann er die begehrte Triple Crown (Kentucky Derby, Preakness Stakes, Belmont Stakes) und hält bis heute die offiziellen Rekorde in allen drei Rennen.
Sein Sieg bei den Belmont Stakes mit 31 Längen Vorsprung gilt als eine der grössten sportlichen Leistungen der Geschichte. Das Geheimnis seines Erfolgs? Ein aussergewöhnlich grosses Herz. Mit geschätzten 10 bis 12 Kilogramm war es doppelt so schwer wie das eines durchschnittlichen Pferdes – ein Phänomen, das in der Fachwelt oft als «X-Faktor» bezeichnet wird.
Secretariat bleibt bis heute das vielleicht grösste Rennpferd, das die Welt je gesehen hat.
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