Der typische aktive Reiter ist eine Reiterin, 38 Jahre alt, gut ausgebildet, voll berufstätig und verfügt über ein überdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen

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Laut aktueller Studie ist der typische aktive Reiter eine Reiterin, 38 Jahre alt, gut ausgebildet, voll berufstätig und verfügt über ein überdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen. Hoch im Kurs: Die Beschäftigung mit dem Pferd ohne zu reiten. (by Virgonira, Can Stock Photo)

Zu diesem Ergebnis kommt eine deutsche Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die Studienergebnisse lassen auch Rückschlüsse auf die Schweizer Pferdeszene zu.

Die typische Reiterin lebt überwiegend in Orten unter 100.000 Einwohnern und selten in Grossstädten. „Dies sind im Wesentlichen keine neuen Erkenntnisse. Auffällig ist nur die Altersstruktur. Zwar sind die Aktiven im Vergleich zur Gesamtbevölkerung im Durchschnitt jünger, dennoch macht sich im Sport ein Alterungsprozess bemerkbar. Der demografische Wandel macht auch vor uns nicht Halt. Der Nachwuchs fehlt oder kommt erst gar nicht an“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Machte 2001 die Gruppe der 14- bis 19-Jährigen noch 36 Prozent der aktiven organisierten Reiter aus, sind es heute nur noch 26 Prozent. Dafür ist Anteil der über 40-Jährigen von 24 Prozent auf 37 Prozent gestiegen. Bei den aktiven nicht-organisierten Reitern sieht es ähnlich aus, die gelegentlichen Reiter sind im Durchschnitt sogar noch etwas älter.

Zwei Drittel in Pensionsställen, ein Drittel Selbstversorger
Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung im Alter ab 14 Jahren ergibt sich aus der Studie eine Anzahl von knapp 600.000 Haushalten, die über mindestens ein Pferd verfügen, und von zirka 920.000 Haushalten mit mindestens einer Reitbeteiligung. Die Anzahl der Pferde im Privatbesitz beträgt zirka 1,25 Millionen, von denen der grösste Teil in Pensionsbetrieben/ Reitanlagen untergebracht ist. Zirka ein Drittel der Pferde wird zu Hause oder bei Verwandten/Bekannten gehalten.

Emotionalität wichtiger als Leistung und Wettkampf
Als Hauptgrund für die Beschäftigung mit dem Pferd nennen die meisten Reiter die enge Beziehung zum Pferd und die Naturverbundenheit. Und auch die potenziellen Reiter lockt an erster Stelle der Kontakt zum Pferd. „Emotionalität spielt für die meisten eine grössere Rolle als Leistung und Wettkampf“, stellt Lauterbach fest. 76 Prozent der aktiven organisierten Reiter geben an, eher freizeitsportlich unterwegs zu sein, nur 24 Prozent sind turniersportlich orientiert. 2001 waren es noch 32 Prozent. „Der Turniersport hat nach wie vor ein grosses Potenzial, ist aber kein Selbstläufer mehr“, so Lauterbach.

Unabhängig davon stehen für 66 Prozent der aktiven organisierten Reiter die klassischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit an erster Stelle, gefolgt von Ausreiten (48 %), bei den aktiven nicht-organisierten und gelegentlichen Reitern ist es umgekehrt. Ebenfalls hoch im Kurs: Die Beschäftigung mit dem Pferd ohne zu reiten. Bei allen drei Gruppen steht dies an dritter Stelle, bei den aktiven Nicht-Organisierten sind es 45 Prozent, bei den aktiven organisierten Reitern 28 Prozent, die sich auf diese Weise mit dem Pferd befassen. „Diesen Trend beobachten wir schon länger, dass es immer mehr Menschen gibt, die gar nicht reiten, sondern lieber mit dem Pferd spazieren gehen oder Bodenarbeit machen“, sagt Soenke Lauterbach.

Zu den vollständigen Studienergebnissen und der Medienmitteilung der FN.


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