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Anwesend war an der Medienorientierung über die 93-köpfige Pferdeherde heute Montag im Kompetenzzentrum für Veterinärdienst und Armeetiere im Sand bei Schönbühl vom Kanton Thurgau niemand. Wie es in diesem einmaligen Tierschutzfall mit den bei Pferdehändler Ulrich K. beschlagnahmten Pferden weitergehen wird, darüber hat deshalb Oberst Jürg Liechti orientiert, der Kommandant des Kompetenzzentrums: «Am kommenden Donnerstag kommen die 93 Pferde zum Verkauf und müssen von den Besitzern am gleichen Tag mit nach Hause genommen werden.» Nicht verkaufte Pferde, räumte er auf Anfrage ein, würden dann allerdings nicht vor die Türe gestellt. Er geht aber davon aus, dass ein Grossteil der Pferde – die Vielfalt reicht vom Shetlandpony bis zum Noriker – neue Besitzer finden wird. Die Armee handelt nur subsidiär, federführend beim Verkauf ist der Kanton Thurgau.
Liechti gab auch einen Rückblick, was mit den Pferden in der vergangenen Woche alles gemacht wurde. Nach der Ankunft und der Identifikation ging es zuerst einmal ans Putzen und an die Hufpflege. Täglich hatten die Pferde auch Weidegang. Ebenfalls wurden alle sofort entwurmt. Trotz intensivem Handling seien aber noch nicht alle Pferde dort, wo man sie im Sand haben möchte: «An einen regelmässigen Umgang sind viele der Pferde nicht gewohnt, sie zeigen sich wenig kooperativ mit dem Menschen. Bei 89 Pferden können wir von einem den Umständen entsprechend gesunden Zustand sprechen.»
Zu welchen Preisen sollen die Pferde am Donnerstag nun verkauft werden? Nach Liechti geht man vom ermittelten Gewicht aus. Den effektiven Wert beurteilten am Montag noch zwei Pferdeexperten, die sich die Pferde vorführen liessen und eine Schatzung nach Abstammung und Zustand machten. Wie die Rekrutinnen und Rekruten dabei mit den vernachlässigten Pferden umgingen, wusste zu beeindrucken. Das zeugt von hoher Arbeitsqualität im Kompetenzzentrum. Ob Pferde shamponiert, gebürstet oder in die ungewohnten Boxen geführt wurden, in aller Ruhe wurde versucht, das Vertrauen zum Menschen herzustellen. Die Rekruten zeigten sich sehr motiviert, war von den Instruktoren zu hören, es gebe ausschliesslich positive Rückmeldungen.
Begreiflich, wenn Tierschutzorganisationen zum Vorgehen der Thurgauer Behörden mit dem eiligen Verkauf der Pferde Kritik üben. Nachdem die Pferde über Jahre hinweg von den Behörden ihrem traurigen Schicksal überlassen worden waren, hätten sie ein paar Wochen Akklimatisation an einen pferdefreundlichen Umgang mehr als nur verdient.

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