Was kann ich von einem Pferd erwarten, das kein Vertrauen zu mir hat? Für Fredy Knie jun. ist die Antwort darauf ganz einfach: «Eigentlich nichts!» Er weiss aber auch, welche Voraussetzungen nötig sind, um sechs, acht, zwanzig und mehr Pferde kontrolliert um sich herum tanzen zu lassen, allein, zu zweit oder zu viert auf Kommando stillzustehen oder vertrauensvoll den Kopf über den Rücken eines anderen zu legen. «Eine enge Beziehung zum Menschen ist das A und O!», hält der Pferdelehrer unmissverständlich fest.
Freilich, zu einer engen Beziehung kommt es nicht von heute auf morgen. In der letztes Jahr und auch am CSI Zürich gezeigten Ausbildungsnummer mit den vier jungen Andalusierhengsten gab Knie Einblick, wie über wachsendes Vertrauen die für eine Freiheitsdressur erforderliche enge Beziehung entstehen kann.
In seiner Grundschule baut Fredy Knie jun. im täglichen Umgang aber nicht nur das Vertrauen auf. Denn ebenso wichtig ist für ihn, dass die Pferde über genügend Selbstvertrauen verfügen. In den ersten sechs Monaten Pferdeschule geht es deshalb vor allem darum, den jungen von der Weide kommenden Pferde zu einem gesunden Selbstvertrauen zu verhelfen.
Pferden einen Namen geben
Die Knie’sche Perfektion bei den Pferdenummern basiert nicht zuletzt darauf, dass jedes Pferd einen Namen hat, über den es angesprochen werden kann. «Damit die Pferde auf meine Befehle reagieren können, müssen sie Namen haben», erklärt Knie. «So wissen sie beim Ansprechen genau, wer von ihnen gemeint ist und was sie zu tun haben!»
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