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Die Fortbildungsseminare am Tierspital Zürich sind zum Renner für praxisbezogene Informationen mit wissenschaftlichem Hintergrund geworden. Gelenkserkrankungen waren das Thema der September-Veranstaltung.
Seit einiger Zeit organisiert die Pferdeklinik des Tierspitals Zürich ein halbes Dutzend Seminare jährlich für Tierärzte und -ärztinnen, die ihr berufliches (und häufig auch privates) Leben den Pferden widmen. So finden sich je nach Thema 50 bis über 100 Teilnehmende ein, um während mehrerer Stunden Vorträge von renommierten in- und ausländischen Referentinnen und Referenten aufzunehmen. Unter Führung des Initiators der äusserst beliebten Seminare – Professor Dr. Anton Fürst, Direktor der Klinik für Pferdechirurgie, Vetsuisse Fakultät, Universität Zürich – haben sich diese Nachmittage und Abende als Renner für praxisbezogene Informationen mit wissenschaftlichem Hintergrund für Pferdetierärzte manifestiert. Die Durchmischung der Zuhörerschaft von Studierenden, Doktorierenden, Assistenten und Oberärzten an klinischen und theoretischen Instituten einerseits und praktizierenden Pferdetierärzten jeglichen Alters andererseits ergibt dadurch die von Anton Fürst angestrebte Breite und Offenheit in den Diskussionen. Es ergeben sich regelmäs­sig auch sehr befruchtende Dispute mit Beiträgen, die an internationalen Kongressen durch den jeweils grösseren und steifen Rahmen kaum je in dieser Form zur Sprache kommen. Man kennt sich am Tierspital in Zürich und weiss die Inputs dadurch auch besser zu werten. Allfällige Fragen oder kleinere und grössere Missverständnisse können dann bei Bedarf jeweils auch in den zeitlich reichlich bemessenen Pausen geklärt und präzisiert werden.
Grosse Bandbreite
Anlässlich der diesjährigen September-Veranstaltung ging es um Gelenks­erkrankungen, konservative und chirurgische Therapiemöglichkeiten und Interpretation von entsprechenden Röntgenbildern. Dr. Jan Kümmerle, leitender Tierarzt an der UNI-Pferdeklinik, informierte über die zahlreichen mehr oder weniger neuen konservativen Möglichkeiten und Therapien, die bei Gelenkserkrankungen eingesetzt werden – oder wurden. Dies unter dem Aspekt, ob und wie allenfalls weniger bekannte Vorgehen die geschürten Hoffnungen erfüllen können oder konnten. Wer sich einmal kurz im Internet über Stammzellentherapie, Stanozol, Irap/Orthokine oder PrP (Plateletrich Plasma), Tildren, ACS (autologes konditioniertes Serum) und weitere mit oder ohne wissenschaftlichen Hintergrund eingesetzte Präparate und Methoden zu informieren versucht, weiss, welche Fülle von Publikationen mit seriösem oder auch weniger seriösem Hintergrund zur Verfügung stehen und auch angepriesen werden. Der immense Aufwand zur fundierten Aufarbeitung der Thematik scheint selbst den sehr sportlichen Kümmerle gefordert zu haben. Bei genauer wissenschaftlich fundierter Beurteilung ist nicht zu leugnen, dass längst nicht alle erwähnten Substanzen und Vorgehensweisen abgegebene Versprechen von sogenannten «Fachpersonen» erfüllen können.
Prognosen bei Gelenksfragmenten 
Im Vortrag über Fragmente in Gelenken (Chips, Gelenksmäuse etc.) bearbeitete Anton Fürst Fragen wie «Welche sollten wann und warum entfernt werden?» oder «Wie ist die Prognose?» oder auch «Welche Empfehlungen gebe ich bei Befunden anlässlich einer Ankaufuntersuchung ab?». Nebst Befunden in Huf-, Kron-, Fessel-, Vorderknie-, und Sprung-, Knie – und Schultergelenken beurteilte er  auch betroffene Wirbelgelenke. Die Fülle der Informationen geht bei Professor Fürst praktisch immer über wissenschaftliche, theoretisch beschreibende und hypothetische Aussagen hinaus. Er demonstriert Fälle, die aufdecken, wie es gemacht werden kann, muss oder eben nicht darf, und das – hier liegt eine erwähnenswerte Stärke des Klinikdirektors, immer mit praktischem und praktikablem Hintergrund.
Durch diese zwei Präsentationen sowie durch die zwei weiteren Vorträge aus Zürcher Schule von Dr. Michelle Jackson und Dr. José Suarez wurde das Auditorium einmal mehr auf höchstem Niveau mit praktischen Empfehlungen bei der Prognosestellung und Therapiegestaltung bedient.
Der enorme Gewinn für die teilnehmenden Tierärzte und für die Pferdebesitzerinnen und dadurch letztlich für die Pferde liegt in der Tatsache, dass an der Pferdeklinik der Vetsuisse Zürich momentan eine pferdetierärztliche Belegschaft funktioniert, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen «unter die Leute» bringt. Schön, dass für einmal der Prophet auch im eignen Land etwas gilt!

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