Software-Probleme sind in Berns Verwaltungen keine Seltenheit und haben schon Millionen an Bundesgeldern verschlungen. Der SVPS scheut sich dennoch nicht davor, die Projekte «Obligatorisches Online-Nennsystem» sowie eigene «Veranstaltersoftware» voranzutreiben und sich mit 40% an einer neugegründeten Softwarefirma «Rosson AG» zu beteiligen. «Rosson» soll eine Veranstaltersoftware entwickeln, die einerseits die Bedürfnisse der Veranstalter erfüllt, andererseits optimale Schnittstellen zum Online-Nennsystem ONS des SVPS bietet. Diese neue Software soll – wie auch das angepasste Online-Nennsystem – im Laufe des Sommers für die Disziplinen Springen und Dressur getestet werden. Mit der Beteiligung will sich der SVPS die Rechte an der Software sichern, damit er nicht wie schon einmal für teures Geld eine für sie entwickelte Software abkaufen muss, um diese weiter zu nutzen. Das neue System soll auf den 1. Januar 2017 eingeführt werden. Nicht so glücklich zeigen sich die Regionalverbände, die gegenüber den IT-Plänen früh ihre Bedenken angemeldet haben. Gute Bedingungen für den Pferdesport stehen auch für sie im Vordergrund, sie fühlen sich aber, was die finanzielle Seite sowie die einfache und sichere Nutzung anbelangt, gegenüber den Mitgliedern verpflichtet. In der Finanzierung und der technischen Umsetzung sind etliche Fragen unbeantwortet. Klarheit wird es an der Herbstversammlung geben, wenn nochmals über Gebührenordnung und Budget 2017 zu befinden ist. An der Versammlung vom 2. April wurde die Gebührenordnung nicht nur zurückgewiesen, sondern es wurden mit grosser Mehrheit zwei Budgets für 2017 mit und ohne neuer Gebührenordnung verlangt. Über das Projekt wird der SVPS am 6. Juni in Bern und am 8. Juni in Winterthur orientieren.
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