Dass im Springsport immer mehr Geld zu holen ist, bestreitet niemand. Aufhorchen lässt aber, wenn Olympiasieger und Weltcupsieger Steve Guerdat in der NZZ vom Donnerstag sagt: «Ich finde, dass wir vom Preisgeld überschwemmt werden. Das ist kurzfristig schön für die Reiter, aber längerfristig bringt es nichts.» Im unter dem Titel «Machtkampf der Geldgeber» erschienenen Artikel wird das Engagement der beiden Uhrenmarken Longines und Rolex im Pferdesport thematisiert. Bekanntlich hat Longines als offizieller Sponsor Konkurrent Rolex bei der FEI verdrängt, was dann zur Gründung der Grand-Slam-Serie Aachen, Calgary und Genf führte. Guerdat hält es ausserdem für eine ungesunde Entwickung, wenn Geld in Turniere gesteckt werde, die keinen interessierten, die keine Tradition hätten! Gute Turniere wie Zürich oder neuerdings auch Basel haben einst auch ohne Traditionen begonnen und sind zu gut etablierten Anlässen mit hohem Zuspruch geworden.
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