Für Steve Guerdat steht vom 29. März bis 2. April in Omaha, im mittleren Westen der USA, viel auf dem Spiel: Mit der elfjährigen Stute Bianca gibt es die Siege im Weltcupfinale-Springen zu verteidigen, die er vor zwei Jahren mit Albführen’s Paille und letztes Jahr mit Corbinian realisiert hatte. Heute Samstag fliegen bereits die Pferde in Richtung USA zum Weltcupfinale der Dressur- und Springreiter. Der Höhepunkt der Hallensaison findet erstmals im Century Link Center in Omaha statt, der grössten Stadt des US-Bundesstaates Nebraska. In Omaha will sich nun Guerdat den dritten Weltcuptitel in Folge sichern und damit mit dem Brasilianer Rodrigo Pessoa gleichziehen. Der hatte 1998, 1999 und 2000 das Weltcupfinale der Springreiter gewinnen können. Guerdat reitet die Schwedenstute Bianca, über Vater Balou du Rouet eine Enkelin des grossen Baloubet du Rouet, dem Pessoa viele grossartige Erfolge zu verdanken hat, darunter auch den Rekord von drei Weltcupfinalsiegen in Folge.
In Omaha ebenfalls am Start sind Romain Duguet, dessen Qualifikation nach seinem fulminanten Auftakt in Skandinavien schon früh feststand, sowie Martin Fuchs. Für Fuchs war es dagegen noch knapp geworden, als er nach seinem Sturz in Zürich am Heimturnier die Chance zu Weltcup-Punkte zu kommen nicht wahrnehmen konnte. Mit Schweizer Beteiligung reitet auch der Deutsche Marcus Ehning um den Sieg: Er setzt auf den 14-jährigen Wallach Pret à Tout, der im Besitz von Ruth Krech aus Frauenfeld ist.
Nebst den Springreitern kämpfen gleichzeitig auch die Dressurreiter um den Sieg im Weltcup-Finale. Titelverteidiger Hans Peter Minderhoud aus Holland tritt erneut mit Glock’s Flirt ex Flirt de Lully CH an, seinem Siegerpferd vom Vorjahr. Mit dem Fuchs hatte er erst vor kurzem Isabell Werth in s‘Hertogenbosch geschlagen, die da allerdings auf dem noch recht unerfahrenen Emilio sass. Der Westfale ist das dritte Pferd, das Werth in dieser Saison für das Finale hat qualifizieren können. Ihre erste Wahl ist allerdings die Oldenburger Stute Weihegold, mit der sie schon an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Silber gewann. Als einzige Schweizerin wird im Viereck Marcella Krinke Susmelj mit smeyers Molberg an den Start gehen.
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