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Unter den Schweizer Roping-Cracks längst eine Grösse, stellt Silvan Schreiber erneut seine Klasse unter Beweis und holt am 3.10.2020 in Formangueires (FR) zum zweiten Mal den Schweizer-Meistertitel im Ranch-Roping. Der Fricktaler zeigte nicht nur ausgereifte Technik, sondern auch mentale Stärke.

Text: Sibylle Kloser Rhyner / Bild: Anna-Paola Wurlitzer

Das Wetter entwickelte sich fast sinnbildlich mit dem Tag: Am Morgen war es noch nass, grau und bitterkalt in Formangueires – und so mancher Cowboy (und auch die Cowgirls) waren wohl dankbar, dass der Event erstmals in einer Halle stattfand. In der Halle der «Ranch Little Wood» waren die Bedingungen sehr gut: Die Rinder zeigten sich einigermassen bewegungsfreudig und nicht übermässig «klebrig», so dass sie Roper*innen ihr Würfe gut platzieren konnten. Diese arbeiteten ruhig, ohne Hektik und erledigten die gestellten Aufgaben. Mal war die Wurfart vorgegeben, mal das Rind oder das zu fangende Körperteil.

Verhaltener Start mit Steigerung

Das Zusammenspiel von Pferd, Rind und Seil gelang unterschiedlich gut. Und doch schien es, als sei die Sache noch nicht wirklich warm geworden. Als Zuschauer hatte man den Eindruck, dass da noch an manchem Ort die Handbremse angezogen sei. Fragte man nach der ersten Runde etwas herum, war kaum ein Teilnehmer zufrieden. Auch Titelverteidiger Silvan Schreiber nicht. «Es lief irgendwie nicht so, wie ich wollte. Einfach nicht der Super-Tag.»
Das Wetter wurde nach der Mittagspause deutlich besser: Die Sonne setzte sich durch und wärmte die inzwischen zahlreich eingetroffenen Zuschauer ausserhalb der Halle. Drinnen lief inzwischen die zweite Vorrunde, in der man (ohne vorgegebene Technik) in fünf Minuten so viele Rinder wie möglich fangen musste – aber bitte keines doppelt.

Der Druck steigt

Auch in Runde 2 lief es nicht allen Teilnehmer*innen nach Wunsch. Die Rinder, obwohl wie im Reglement vorgeschrieben «roh» (=noch nie mit Lasso gefangen), hatten schnell gelernt, wie sie buchstäblich den Kopf auf der Schlinge ziehen konnten, und schlugen manchem Roper im letzten Moment ein Schnippchen. Bei Silvan Schreiber kam noch ein weiterer Faktor dazu: Druck. «Am Anfang ist der Erfolg einfach», beschreibt er, «aber diesmal ging es darum, zu zeigen: Ich kann es wirklich, ich bin keine Eintagsfliege, kein Zufallssieger.»

Eine Frau stiehlt allen die Show

Die beiden Vorlauf-Resultate werden zusammengerechnet, und die besten sechs kommen in den Final. Ganz oben im Zwischenklassement stand Alexandre Valet. Den sympathischen Westschweizer hat man bei solchen Events wohl immer auf der Rechnung, ebenso wie Titelverteidiger Silvan Schreiber, Norman Beyer, Antoine Cloux und Thomi Kiser, die ebenfalls in den Final einzogen. Hätte man Wetten eingezogen, hätten jedoch vermutlich viele auf die einzige Frau im Final gewettet: Nicole Olthoff. Für viele war sie bis dahin die Dominatorin des Tages – auch wenn sie als Deutsche ohne Schweizer Wohnsitz ausser Konkurrenz für den Titel antrat, war man gespannt, ob ausgerechnet sie Sieg holen würde – Schweizermeister wäre dann der Zweitplatzierte.

Am Schluss ist der neue Champion der Alte

Nein, sie tat es nicht. Im Final flatterten ein paar Teilnehmern die Nerven, und der Titelverteidiger erbrachte den endgültigen Beweis, dass er kein Zufallssieger ist: Er platzierte drei von vier Würfen erfolgreich, und die Leistung war derart klar, dass lange vor der offiziellen Rangverkündigung feststand: Der Ranch Roping-Titel geht auch 2020 ins Fricktal. Die Unterlegenen gratulierten umgehend, und das Strahlen auf Silvans Gesicht sprach Bände: Zufriedenheit, Stolz und grosse Freude. «Ja, ich bin sehr glücklich, dass ich mein Können bestätigen konnte, aber man muss eins wissen: Es ist einfach auch immer etwas Glück dabei, und Tagesform & das Mentale müssen passen.» Das war offenbar an dem Tag der Fall, denn nach der erfolgreichen Titelverteidigung  gewann Silvan Schreiber auch das Jackpotroping am Abend souverän. Aktuell ist Silvan Schreiber wohl das Mass der Roping-Dinge in der Schweiz. Bescheiden winkt er ab: «Heute ist es gelaufen. Das nächstes Mal hat aber vielleicht ein Anderer seinen Lauf.»

Stolz auf den Nachwuchs

Zum Beispiel Norman Beyer, der jetzt schon zum dritten Mal in die Top 3 kam und zweifacher Vize-Meister ist. Oder Christian Odermatt, der dieses Jahr gar nicht im Land war. Oder Veronica Breda, die gerade mal seit 15 Monaten ropt und auf Anhieb Achte wurde. Oder … die Liste könnte noch weiter ergänzt werden. Sehr zur Freude von Erich Frehner aus Vilters (SG). Er begründete Zusammen mit Markus Zürcher (ZH) und Andi Weishaupt «Roping Schweiz», damit sich Gleichgesinnte finden und zusammen üben können. «Mittlerweile können viele besser reiten und ropen als wir», grinst er. Wohl etwas zu bescheiden, immerhin wurde er eben erst Dritter an der Europa-Meisterschaft. So oder so findet er: «Es ist toll, weil es lebt und weiterwächst.» Die aktuelle Dominanz von Silvan Schreiber findet er klasse. «Das wird das Niveau weiter steigern. Wer ihn schlagen will, muss nämlich einfach besser werden als er.»

Grosser Publikumserfolg

In der Tat erfreuen sich die Roping Events steigender Beliebtheit. Nicht nur in Sachen Teilnehmern, auch zum Zuschauen sind die Wettbewerbe sehr attraktiv. Besonders, wenn Sie an einem Ort wie «Ranch Little Wood» stattfinden. Stéphane Bovigny und dessen Familie organisierten gemeinsam mit Annik & Alexandre Valet einen rundum gelungenen Event.

Neugierig geworden? Safe the Date:
Schweizer-Meisterschaft 2021: 2. Oktober 2021, Oberembrach ZH

Einsteigerkurs am 28.11. mit Norman Beyer in Formangueires FR (30 min ab Bern)

Infos: www.roping-schweiz.ch

Rangliste Schweizer Meisterschaft Ranch Roping 2020

  1. Silvan Schreiber (AG)
  2. Norman Beyer (FR)
  3. Alexandre Valet (FR)
    Ausser Konkurrenz: Nicole Olthoff
  4. Antoine Cloux (GE)
  5. Thomi Kiser (OW)

Neugierig geworden? Safe the Date:
Schweizer-Meisterschaft 2021: 2. Oktober 2021, Oberembrach ZH

Einsteigerkurs am 28.11. mit Norman Beyer in Formangueires FR (30 min ab Bern)

Infos: www.roping-schweiz.ch

 

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