Das Problem «Doping über das Futter» hat die HAFL-Studentin Noémie Zink in einer Bachelorarbeit aufgegriffen. Sie untersuchte dabei Futtermittelproben aus der Schweiz und dem Ausland auf neun verschiedene natürliche Dopingsubstanzen mit Schwerpunkt Opioidalkaloide aus Schlafmohn. Wie dem Info-Magazin der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL weiter zu entnehmen ist, hat Noémie Zink sechs gängige Futtermittel wie Heu, Hafer oder Sojaextraktionsschrot unter die Lupe genommen. Resultat: Bei allen Sorten ist sie fündig geworden. Doch die Konzentration der Stoffe war immer tief und hätte die Leistung der Pferde nicht beeinflusst. Ab welcher Menge eine Dopingprobe positiv ist, ist aber nicht bekannt. Zu einer Verunreinigung von Futter kann es irgendwo entlang der Wertschöpfungskette zwischen Feld und Verkaufsregal kommen. Pferdebesitzer/innen ihrerseits könnten – so das Resultat der Arbeit – mit einer korrekten Lagerung das Risiko verringern. Und: Sie sollten vor Sportanlässen Futtermittelproben aufbewahren. So können sie bei positiven Dopingtests beweisen, dass sie ihrem Tier die verbotene Substanz unbeabsichtigt verabreicht hätten. Im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums organisiert die HAFL nächstes Jahr am 10. und 11. November eine Fachtagung unter dem Titel «Brennpunkt Pferd: Fütterung».
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