A. B. in U.
In diversen Studien wurde festgestellt, dass Pferde kältere Farben wie Blau und Grün besser von Grau unterscheiden können als wärmere Farben, wie beispielsweise Rot. Es ist darüber hinaus bekannt, dass sie aufgrund hochsensibler Rezeptoren im Auge eine gute Nachtsicht besitzen. Schnelle Übergänge von hellen zu dunklen (oder dunklen zu hellen) Lichtverhältnissen bereiten ihnen hingegen Probleme. Das Auge kann sich nur langsam an diese Veränderung anpassen.
In Bezug auf die am besten geeignete Umzäunung von Pferdeweiden gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Resultate. Aber als wichtig wird festgehalten, dass Zäune gut sichtbar sind und möglichst sowohl eine physische als auch eine psychische Barriere bilden. Die spezifische Ausführung wird jedoch in Abhängigkeit davon gewählt, ob es sich um einen Festzaun oder eine mobile Einzäunung handelt.
Eine physische Barriere ist gegeben, wenn Zäune massiv, verletzungssicher und von ausreichender Höhe sind. Für Kleinpferde empfehlen wir je nach Risikoeinschätzung eine Höhe zwischen 120 cm und 150 cm, für Grosspferde zwischen 140 cm und 180 cm. Die Farbe des Materials spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Holzzäune, kombiniert mit stromführenden Litzen, eignen sich besonders gut. Auch Kunststoff-, Metall- oder gar Gummigurtzäune sind möglich. Wichtig ist, dass sich der Zaun deutlich vom Hintergrund abhebt.
Als psychische Barriere dienen stromführende Abtrennungen. Drohende Stromschläge halten die Tiere sehr verlässlich davon ab, sich zu nahe an den Zaun heranzuwagen oder sich gar dagegen zu lehnen. Wenn der Zaun nur aus stromführenden Bändern, Litzen oder Kordeln besteht, ist die gute Sichtbarkeit besonders wichtig. Aber auch hier ist die Farbe des Materials weniger ausschlaggebend als dessen gute Ausführung und Funktionstauglichkeit. Entsprechend tut der Pferdehalter gut daran, den Zaun optimal instand zu halten und regelmässig auf Schäden zu überprüfen.
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www.agroscope.admin.ch/haras/index.html?lang=de
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