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Wenn wir uns für eine Partnerschaft mit dem Pferd oder Pony entscheiden, kommt eine grosse Verantwortung auf uns zu. Wir haben sie nicht nur in einer möglichst artgerechten Haltung unterzubringen, wir müssen uns mit ihnen auch tagtäglich beschäftigen. Und hier steht vor allem ein Aspekt im Vordergrund: Wie können wir bei ihnen die Freude an der Arbeit mit uns wecken?

Bei uns im Circus ist es nicht anders als in anderen Bereichen im Umgang mit den Pferden: Sie benötigen viel, viel Zeit. Im Vergleich zu den dieses Jahr ebenfalls auf Tournée mitgereisten Tieren sogar mit Abstand am meisten. Nicht weniger als 15 Tierpfleger waren für die Betreuung der 24 Ponys und 36 Hengste zuständig. Denn ab sechs Uhr hatten die Hengste ihr Programm mit Weidegang, Proben und Auftritten in den Vorstellungen. 
Wenn immer wir mit Pferden arbeiten, ist der Mensch der Akteur, der das Pferd zum Mitmachen auffordert. Der Mensch steht hinter allem. Doch gerade bei jungen Pferden ist es sehr wichtig, dass wir bei ihnen das Interesse an uns zu entwickeln beginnen. Ist das einmal geweckt, werden sie sich auch sehr bald neugierig uns zuwenden. Von Ausbildung kann man zu Beginn der Arbeit noch nicht sprechen, vielmehr müssen wir das anfänglich unsichere «Was ist los bei den Menschen?» in ein Vertrauensverhältnis überführen. Hier bietet die Bodenarbeit grosse Vorteile, da wir uns mit den Pferden auf Augenhöhe befinden. Finden wir nun heraus, wo die Veranlagungen des Pferdes oder Ponys liegen, können wir gezielt in dieser Richtung weiterarbeiten. Dabei wird man schnell sehen, wie sie an den von uns an sie gestellten Aufgaben Spass bekommen. Die Freude an der Zusammenarbeit mit uns wecken ist gar nicht so schwierig, wenn wir von ihnen das verlangen, was sie uns anbieten. Das ist doch nicht anders als bei uns Menschen: Was uns liegt, machen wir auch gerne. Deshalb ist es so wichtig, sich ins Pferd hineinversetzen zu können.
Kommunikation aufbauen und entwickeln
Wie die Arbeit von Fredy Knie jun. in der Praxis aussieht, führt der Pferdelehrer in seinen Seminaren «Rund ums Pferd» am Samstag, 3. und Samstag, 5. Februar, von 10–15 Uhr im Winterquartier des Circus Knie in Rapperswil vor. Dabei erklärt er, wie die Kommunikation zu jedem einzelnen Pferd aufgebaut und entwickelt wird.

Haltung | Wie es Pferde machen würden

Pferde sind doch erstaunliche Tiere bezüglich ihrer Toleranz was Haltung und Arbeit betrifft. Das haben diese Tiere über all die Jahrhunderten mit uns Menschen während allen Epochen mehr als bewiesen. 
Dass man sich heute vermehrt damit auseinandersetzt, beruht auf der sensibilisierten Wahrnehmung von Haltung und Gebrauch, was zusammen mit einer wachsenden Ahnungslosigkeit bezüglich allem, was die Natur so hervorbringt, zu einer zunehmenden Flut von Missverständnissen führt, welche durch die Medien geschleppt werden. So kommt es, dass das Reiten von Pferden eigentlich schon tierschutzrelevant und es zu halten erst recht ist. In dieser Hinsicht wird viel Aufklärung notwendig sein und das Wohlbefinden von Tieren muss klar definiert werden, was eigentlich von der Gesetzgebung genügend gemacht wird. Und wer das Gesetz kennt und es befolgt, der ist schon sehr engagiert. Diese Menschen sind eher im leider abnehmenden professionellen Bereich zu finden.
Die Haltung kann das Pferd, obwohl es mit dem Menschen nicht so eng wie bei der Arbeit in Kontakt ist, in gewisser Hinsicht bereits fordern. Als Beispiel lässt sich das freie Aufsuchen der Futtereinrichtung oder des Futterplatzes aufführen, wenn dieser Platz für die Pferde als fix definiert wird. 
Der Mensch hat besonders in der Haltung in Gruppen eine wichtige Funktion einzunehmen. Er ist es, der die Gruppenmitglieder auswählt und zusammen einsperrt. Er ist es, der reagiert, wenn im Sozialen etwas nicht funktioniert. Hier kann der Mensch sich alles erlauben und es auch so einrichten, dass es für Pferde trotz Haltung in der Gruppe zu einem Stress wird. Das Gegenteil passiert hingegen, wenn die Gruppe so zusammengesetzt wird, wie es die Pferde untereinander tun würden: Man macht das, was in der Natur auch an anderer Stelle eigentlich verlangt ist: Zuschauen und Lernen. Es wird also genau hingeschaut, wer mit wem eine freundliche Beziehung hat. So lernen wir vom Pferd und nicht umgekehrt. Und so lässt sich dann auch die Gruppenhaltung erfolgreich und verletzungsfrei durchführen.
Andreas Kurtz rät
Wer in der Gruppe für Ruhe und sozialen Frieden sorgen will, der sucht die Lösung bei den Pferden. Er wird genau hinschauen und darauf achten, welche Pferde miteinander eine freundliche Beziehung pflegen. Wer von den Pferden lernt, bei dem funktioniert am Schluss auch die Gruppenhaltung.
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