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Ein Fohlengespann gehört am Marché Concours im Umzug traditionell dazu, was dieses Jahr nun aber zu heftigen Diskussionen geführt hat. In seiner Stellungnahme sieht das Kompetenzzentrum für Equiden darin kein sinnvolles Training und lehnt solche Schaunummern ab.
Das Schweizer Nationalgestüt von Agroscope SNG als Kompetenzzentrum für Equiden beim Bund wurde von mehreren Seiten um eine Stellungnahme betreffend des Anspannens von Saugfohlen vor einem Wagen am Marché Concours in Saignelégier 2017 gebeten. An diesem Umzug nimmt traditionell auch ein Fohlengespann teil.
Von Natur aus sind Fohlen extrem frühreif und ab der Geburt mit gut entwickelten motorischen und sensorischen Fähigkeiten ausgestattet. Für einen Nestflüchter und ein Fluchttier ist eine ausgeprägte und frühe Lernfähigkeit wichtig für das Überleben. Es darf also davon ausgegangen werden, dass Fohlen bereits früh sehr lernfähig sind. Zudem lernen junge Pferde generell schneller und konsistenter als ältere Artgenossen. Nicht sehr intensive, aber nachhaltig ausgeführte Übungen scheinen sinnvoll zu sein. Aus Sicht der Verhaltensforschung spricht somit nichts dagegen, mit einem jungen Fohlen erste Übungen zu absolvieren. Da sich aber starker Stress negativ auf Lernleistungen auswirkt, müssen angst- oder schmerzverursachende Situationen während des Trainings vermieden werden. Eine bekannte Umgebung und beispielsweise die Anwesenheit der Mutterstute können hier gute Dienste leisten, um eine ruhige Grundstimmung zu bewirken. Hauptsächlich die letztgenannten Aspekte sind am Marché Concours nicht gegeben. Die Umgebung ist den Fohlen unbekannt, die Mutterstuten sind nicht anwesend, es herrscht Lärm und Aufregung. Daher stellt die genannte Vorführung des Fohlengespannes, insbesondere da diese über eine nicht unerhebliche Zeitdauer verlief, sicherlich keine sinnvolle Lerneinheit für die Jungtiere dar. Die psychische Belastung der Fohlen war zweifelsohne erheblich.
Da das Pferd als Fluchttier auf eine frühzeitige Skelettentwicklung angewiesen ist, sind das gesamte Skelett sowie die Gliedmassenknochen zum Geburtszeitpunkt schon weit entwickelt. Unter natürlichen Verhältnissen ist ein Fohlen körperlich fähig, wenige Stunden nach der Geburt seiner Mutter und der ganzen Familiengruppe über weite Distanzen zu folgen. Allerdings ist es dabei natürlich keiner Belastung durch Ziehen oder Tragen von Gewicht ausgesetzt. Leichte physische Arbeit fördert zudem den Knochenaufbau und die mechanische Festigkeit des Röhrbeines. Hätten die Fohlen je 250 bis 300kg und die beladene Kutsche 300 bis 400kg gewogen, wäre der den Tieren abverlangte physische Kraftaufwand vermutlich vertretbar gewesen.
Das Schweizer Nationalgestüt von Agroscope SNG beurteilt die psychische Belastung der eingespannten Fohlen am Marché Concours als erheblich, kann kein sinnvolles Training darin erkennen und steht auch der ihnen abverlangten körperlichen Arbeit kritisch gegenüber. Die Verwendung so junger Pferde erscheint dem SNG nicht angemessen bzw. nicht vertretbar als Schaunummer und wird daher vom Schweizer Nationalgestüt abgelehnt.
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