Wohl nicht zuletzt aufgrund der Demonstration auf dem SBB Areal in Frauenfeld am Samstag sind im Fall des Hefenhofers Pferdezüchters Ulrich Kesselring die Thurgauer Behörden aktiv geworden und haben sich am Montag Vormittag zu einer Krisensitzung getroffen. Wollte Kesselring am Sonntag die Demonstranten noch einschüchtern, zeigte sich am Montag die Situation vor seinem Hof wieder ruhiger. Als ein Pferdetransporter dann vom Hof wegfuhr, folgte der Zugriff der Polizei und nahm den keinen Widerstand leistenden Kesselring in Gewahrsam. Über 100 Polizisten standen mit rund zwei Dutzend Fahrzeugen in Hefenhofen im Einsatz. Die Festnahme erfolgte auf Ersuchen des kantonalen Veterinäramtes, das sich unter anderem auf das geltende Tierschutzgesetz berief. Am Dienstag sollen nun die Tiere abtransportiert werden. An der um 18 Uhr einberufenen und von «FM1 Today» live übertragenen Pressekonferenz wurde dann bekannt, was mit den Tieren geschehen wird. die vorläufigen Zahlen der beschlagnahmten Tiere sprechen von gut 90 Pferden, 50 Stück Rindvieh, drei Ziegen, einem guten Dutzend Schafen, rund 100 Schweinen sowie einigen Lamas und Hühnern. Tierkadaver sollen keine gefunden worden sein. Die beschlagnahmten Pferde sollen mindestens vorläufig ins Kompetenzzentrum Armeetiere kommen. An der Pressekonferenz betonte Walter Schönholzer wiederholt, dass man nicht untätig gewesen sei, die im Blick veröffentlichten Bilder und die Eskalation hätten nun aber ein Einschreiten erfordert. Er verstehe aber, dass sich die Bevölkerung so verhalten habe.
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