Im versammelten Galopp einreiten, Halten und Grüssen! Das klingt simpel, ist es aber leider nicht. Zum Auftakt der Vielseitigkeit an den Spielen in Rio de Janeiro musste das auch Felix Vogg erfahren. Er und sein 14-jähriger Onfire waren auf gutem Weg – leider geriet das Anreiten zum Galopp! Nach seinem Ritt, der mit 46,70 Strafpunkten bedacht wurde, sagte Felix Vogg: «Leider hatten wir Unruhe auf dem Abreiteplatz, weil sich vier Zöpfen der Mähne gelöst hatten und wir sie aufmachen mussten. Dann hat er sich beim Reinreiten klein gemacht.»
Auch die Schlussaufstellung war verbesserungswürdig, allerdings gab es für den Berufsreiter, der bei Dirk Schrade reitet und die Dressurarbeit mit Sebastian Langehanenberg macht, auch 8er für flüssiges Vorwärtsreiten. Alles in allem eine ordentliche Runde, wenngleich Felix Vogg offen bekennt: «Ich hätte schon gerne einen Dreissiger geritten!»
Einige Stunden vor Felix Vogg hatte sich sein um 2 Jahre jüngerer Bruder Ben selbstkritisch und im ganzen doch zufrieden über sein Debüt auf dem olympischen Parkett den Schweiss von der Stirn gewischt: «Gegen Ende meines Rittes wurde mein Noe etwas müde, da hab‘ ich Punkte gelassen. Leider hab‘ ich mich auch einmal verritten, weil ein fliegender Wechsel so gut geklappt hatte, da war ich happy – habe aber die falsche Bahn eingeschlagen!», so der in einem Monat 24-Jährige, der in Radolfzell am Bodensee auf dem elterlichen Gut Weiherhof lebt und trainiert. 51,70 Strafpunkte gab es für seine Leistung in der Dressur. Und Ben sprach auch für Bruder Felix als er sagte: «Wir sind froh, dass wir beide gleich am ersten Tag an der Reihe waren, so haben wir morgen Sonntag einen wichtigen Ruhetag für die Pferde.»
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