Gold mit der Mannschaft hat der Brite vor vier Jahren in London gewonnen, Gold holt sich Nick Skelton nun in Rio mit Big Star im Einzel. Für den Stechparcours in Deodoro legte sich der 58-jährige Skelton den Wahlspruch «Die Ersten werden die Ersten bleiben!» vor, blieb in der Zeit von 42,82 Sekunden fehlerfrei – und ungeschlagen. Schneller wären nur der drittplazierte Eric Lamaze mit Fine Lady (42,09) und Kent Farrington mit Voyeur (42,23) gewesen, die aber je einen Abwurf hinnehmen mussten. Die zweite Nullrunde im Sechserfeld gelang noch dem Schweden Peder Fredricson mit All In, was ihm Silber eintrug und Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets auf den vierten Platz setzte.
Das Londoner Goldpaar machte im den 20 Besten vorbehaltenen zweiten Umgang noch ganz klar, dass sie den zweiten Olympiasieg vor Augen hatten. Doch dieser Traum war im Stechen bereits am ersten Sprung ausgeträumt, dass die Stangen der restlichen Sprünge in den Auflagen blieben, nützte leider nichts mehr. Auch wenn Guerdat die Hoffnungen auf eine Medaille noch nicht ganz begraben hatte, wie er im Interview sagte: «Es sah lange noch so aus, als könnte es eine Medaille geben.» Doch dazu kam es nicht, und sichtlich enttäuscht meinte der entthronte Olympiasieger: «Vielleicht hätte ich den ersten Sprung etwas anders anreiten sollen. Daran werde ich noch lange denken müssen.» Zum zweiten Umgang war auch Martin Fuchs mit Clooney dank einem makellosen Ritt zugelassen. Bei ihm fiel eine Stange in der Dreifachen, was den neunten Schlussrang ergab. Weniger Glück im Einzelspringen hatte der dritte Schweizer, Romain Duguet mit Quorida de Treho. Das Paar kam mit zwölf Punkten am Ziel an.
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