Warning: Trying to access array offset on false in /home/httpd/vhosts/kavallo.ch/httpdocs/wp-content/themes/blossom-spa-pro/inc/custom-functions.php on line 829 Warning: Trying to access array offset on false in /home/httpd/vhosts/kavallo.ch/httpdocs/wp-content/themes/blossom-spa-pro/inc/custom-functions.php on line 830 Warning: Trying to access array offset on false in /home/httpd/vhosts/kavallo.ch/httpdocs/wp-content/themes/blossom-spa-pro/inc/custom-functions.php on line 831

Ist das Nationalgestüt Avenches von weiteren Sparmassnahmen betroffen? Wer den vom Bundesrat am 9. März verabschiedeten Bericht über die Zukunft von Agroscope anschaut, kommt jedenfalls zu diesem Schluss. Denn dieses vom Bundesrat in Auftrag gegebene Projekt ist Teil einer Reihe von strukturellen Reformen, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu verbessern und sparsamer mit den finanziellen Ressourcen des Bundes umzugehen. Wie das ablaufen könnte, hatte schon die im Sommer 2016 völlig überraschend angekündigte Schliessung der Gestütsklinik zum Ausdruck gebracht.
Aufgeschreckt durch diese Mitteilung hat sich auch COFICHEV, der Schweizer Rat und das Observatorium der Pferdebranche, gemeldet und folgende Mitteilung verschickt: « COFICHEV (Schweizer Rat und Observatorium der Pferdebranche) hat mit Erstaunen von der vom Bundesrat angekündigten, neuerlichen Umstrukturierung von Agroscope Kenntnis genommen. Da das Nationalgestüt in Avenches Teil von Agroscope ist, befürchtet COFICHEV, dass dieser Betrieb, d.h. das Kompetenzzentrum des Bundes auf dem Gebiet der Equiden, auch unter den geplanten Budgetkürzungen leiden muss und somit irgendwann dessen Existenz in Frage gestellt wird. Die Bedeutung der Forschung wie auch der Wissenstransfer für die Pferdebranche ist unbestritten und es ist wichtig, dass diese Dienstleistungen auch in Zukunft auf ihrem aktuellen Stand gehalten werden, sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Ohne Rücksprache mit den betroffenen Kreisen noch mit den Kantonen kündigte der Bund am 9. März 2018 an, eine Umstrukturierung von Agroscope zu planen, die Sparmassnahmen einschliesst, die zu einer Budgetkürzung von etwa 20% führen. Eine solche Reduzierung, begleitet von einer angekündigten Konzentration der agronomische Forschung auf dem Standort Posieux, könnte sich sehr negativ auf das Nationalgestüt Avenches auswirken, das seit 2009 an Agroscope angeschlossen ist. Letztendlich könnte die Existenz dessen, was noch vom Kompetenzzentrum des Bundes im Bereich der Equiden übrig bleibt, in Frage gestellt werden. Die Umstrukturierungen, die Agroscope in den letzten Jahren erfahren musste, haben bereits zur Ausgliederung des Gestüts-Veterinärdienstes an die Veterinärmedizinische Fakultät in Bern und zum Ausscheiden hochrangiger Mitarbeiter geführt. Die Unsicherheit, mit der jetzt die Mitarbeiter des Gestüts konfrontiert sind, könnte wieder neue Abgänge auslösen, die unweigerlich zu einem Verlust von spezifischem und unverzichtbarem Wissen führen würden. Das Potenzial der Synergien, die mit den auf dem Gelände Beteiligten (Zuchtverbände und Institut équestre national d’Avenches) geschaffen wurden, wäre ebenfalls in Frage gestellt.
COFICHEV ist überzeugt, dass die Hauptaufgaben des Gestüts, d.h. die angewandte Forschung im Pferdebereich, die Beratung und die Vermittlung von praktischem Wissen über Equiden und die Unterstützung der Züchter bei ihrer Selektionsarbeit, so wie sie Nationalrat Olivier Feller in seiner im vergangenen Jahr vorgelegten parlamentarischen Initiative ausdrücklich erwähnt, in den Händen des Bundes bleiben müssen. Ihre Auslagerung an Dritte, auch institutionelle, würde sowohl die Unabhängigkeit als auch die Qualität dieser Dienstleistungen gefährdet.
Es sei daran erinnert, dass die Pferdewirtschaft in der Schweiz einen Umsatz von fast zwei Milliarden Franken pro Jahr erwirtschaftet und dass ein erheblicher Teil davon direkt oder indirekt der Landwirtschaft zugutekommt, sei es durch die Pferdezucht oder die Futterproduktion sowie durch die Pensionspferdehaltung, da in der Schweiz rund 3/4 der Equiden in landwirtschaftlichen Betrieben mit lokalen Dienstleistungen gehalten sind. Diese Situation rechtfertigt daher vollumfänglich die Investitionen in Forschung und landwirtschaftliche Beratung in Bezug auf das Pferd.
Aus all diesen Gründen teilt COFICHEV die sehr kritische Position des Schweizer Bauernverbandes und mehrerer Parlamentarier. Er fordert den Bundesrat auf, keine Umstrukturierungsmassnahmen zu ergreifen, bis mit den Vertretern der Branche, auch im Pferdesektor, ausführliche Gespräche geführt worden sind. COFICHEV widersetzt sich entschieden jeder Massnahme, die das Schweizer Nationalgestüt Avenches und damit die gesamte Pferdebranche schwächen könnte.»
 www.cofichev.ch

NEWSLETTER
Jeden Donnerstagabend erhalten Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten
ausgewählte Artikel sowie die nächsten Veranstaltungen bequem per E-Mail geliefert.

Vorgeschlagene Beiträge

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert