Grosses hat Jean-Pierre Kratzer mit dem Institut Equestre National Avenches (IENA) vor: Auf dem 142 Hektar grossen Gelände, das 1996 nach der Teilprivatisierung des Nationalgestüts vom schweizerischen Bund für ein Pferdezentrum zur Verfügung gestellt wurde, soll neu noch ein Pferde-Campus entstehen, das zu einem national und international anerkannten Kompetenzzentrums ausgebaut werden soll. Auf dem Campus sollen die unerlässlichen Kenntnisse über die Verhaltensweisen des Pferdes vermittelt werden, welche die Würde der Equiden respektieren. Im Weiteren sollen die Sensibilisierung und Bildung einer fest verankerten Pferdekultur gefördert werden. Dabei gehe es um das Wohlbefinden des Pferdes, um dessen Bedürfnisse sowie um die Wertschätzung dieses Haustieres im Allgemeinen. Vorgestellt wurde das Projekt an einer heute im IENA durchgeführten Medienorientierung. Die Umsetzung dieser Ziele soll in Form von Theorie und praktischen Workshops unter Einsatz moderner audiovisueller Kommunikationstechnik und umsichtiger Nutzung der sozialen Netzwerke erfolgen. Wohl befinde man sich noch in der Organisationsphase, liess IENA-Chef Kratzer wissen, seine Aktivitäten will das Campus bereits in den ersten Monaten 2019 aufnehmen.
Kratzer konnte im Weiteren mitteilen, dass der Betrieb in der Ponyschule wieder voll läuft. Mehr als 50 Schüler und Schülerinnen würden jede Woche die Ponyschule besuchen. Der Betrieb musste vor gut einem Jahr vorübergehend eingestellt werden, da die Ponyschule Mitte Juli 2017 einem Brandanschlag zum Opfer gefallen war, bei dem über 20 Ponys und Pferd ihr Leben verloren. In einer Spendenaktion konnten bis heute über 140’000 Franken gesammelt werden.
Präsentiert wurden im Rahmen der Medienorientierung auch die Zahlen 2017 der IENA Gruppe. Der Umsatz betrug 10,6 Millionen Franken und das Resultat der Gruppe lag bei 646’000 Franken vor Abschreibungen.
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