Dem Nachwuchs wird beim ZKV viel Beachtung geschenkt. Im ZKV-Future-Programm werden Spring-, Dressur-, CC- und Vierkampftalente gefördert und neue Freundschaften unter Jugendlichen geknüpft. Um im Programm mitmachen zu können, muss man sich jährlich neu qualifizieren.
Im ZKV-Future-Programm mitreiten zu können, ist eine grosse Ehre und macht Spass. «Ich war sehr traurig, als ich zu alt fürs ZKV-Future wurde», blickt Neira Heim zurück. Sie war zuerst mit ihrem Pony und dann mit ihrem Pferd im Programm Springen dabei und ist heute gelernte Pferdefachfrau EFZ: «Ich kam fünf Jahre dazu und habe viel gelernt.» Auch der 16-jährigen Springreiterin Luciana Koppens gefällt es: «Ich habe viel Spass im ZKV-Future, weil ich hier viel lerne und die Trainings mit Freunden zusammen absolvieren kann.»
Das Nachwuchsförderprogramm ZKV-Future existiert seit etwa 15 Jahren. Aus einem anfänglich kleinen Grüppchen ist heute eine grosse Gruppe motivierter Nachwuchstalente entstanden. Beim ZKV-Future-Programm können Spring-, Dressur- und CC-Reiter mitmachen sowie auch Vierkämpfer. Das Programm ist aufgeteilt in einen Lokalkader für die Basis und einen Regionalkader für Reiter mit Turnierambitionen. «Heute haben wir acht CC-Reiter im Lokalkader, 31 Springreiter im Lokal- und acht im Regionalkader, neun Dressurreiter im Lokal- und zwei im Regionalkader sowie fünf Vierkämpfer», erklärt Nicole Rufus, die Nachwuchsverantwortliche des ZKV.
Mit verschiedenen Trainern
Ein grosser Vorteil im Programm sind die vielen Trainings mit verschiedenen Trainern. Im Frühling sind Trainings in den jeweiligen Disziplinen angesagt, im Mai gibt es für alle einen Geländetrainingstag in Avenches und im Sommer ein Lager im NPZ. Die Teilnehmer zahlen 300 Franken pro Saison, lediglich das Lager im NPZ muss separat bezahlt werden. Dass das Programm so günstig ist, ist Beiträgen von Swiss Olympics, dem Sportfonds, dem SVPS und natürlich dem ZKV zu verdanken.
Mit so vielen Trainern zu arbeiten, hat Neira Heim toll gefunden, Springreiterin Carole Wasem vor allem das Lager: «Am besten gefiel mir das Lager im NPZ. Von Nicole Rufus und Angelo Piffareti war alles gut durchgeplant, mit viel Abwechslung und tollen Ausflügen.» Sie fühlte sich integriert, zu Problemen mit anderen kam es nicht. Ein guter Zusammenhalt unter den Kursteilnehmenden ist auch für Nicole Rufus sehr wichtig: «Es geht nicht nur um den Sport, es ist auch eine Art Lebensschule.» Für einen geschlossenen Auftritt nach aussen sorgt die ZKV-Future-Jacke.
Abwechslung ist wichtig
Wer beim ZKV-Future mitreiten will, muss sich im Herbst für eine Sichtung anmelden. «Bei uns wird von Jahr zu Jahr neu entschieden, wer dabei ist», erklärt Nicole Rufus. Wichtig ist dem ZKV, die Reiterinnen und Reiter in ihren Disziplinen weiterzubringen, sie aber auch in anderen Disziplinen schnuppern zu lassen: «Der Tag in Avenches zum Beispiel soll für Pferd und Reiter auch etwas Abwechslung bringen. Natürlich springen dabei die Dressurreiter nicht die gleichen Hindernisse wie die CC-Reiter. Und das Lager im NPZ wird auch zur Belastungsprobe, denn vor dem Frühstück misten die Jugendlichen ihre Pferden selber. Dann stehen die Arbeit mit den Pferden, Mentaltrainings, Theorie und Referate auf dem Programm.»
ZKV-Future-Mitglieder verpflichten sich, die Trainings mitzumachen. Die Jugendlichen müssen mindestens 80 Prozent der Trainings besuchen. Nur das Lager ist fakultativ. Neben den Trainings profitieren die Teilnehmenden auch von geführten Parcoursbesichtigungen auf Turnieren. Man darf aber nicht vergessen, dass es immer auch Eltern braucht, die ihre Kinder unterstützen und zu den Trainings und an die Turniere fahren. Dafür komme von den Jugendlichen aber auch viel zurück, gibt Rufus zu verstehen: «Meine ehrenamtliche Arbeit macht deswegen auch Spass. Ich mache es auch schon seit zehn Jahren.»
Neu in diesem Jahr sind eine separate Sichtung für Ponys und separate Ponytrainings. Bisher liefen die Ponys bei den Pferden mit. Das war manchmal etwas schwierig. Der ZKV erhofft sich nun, damit auch den Ponysport wieder etwas attraktiver zu machen. «Bei uns ist der Ponysport rückläufig, in der Westschweiz jedoch boomt die Szene», weiss Nicole Rufus. Man wolle sich vom ZKV vermehrt einsetzen, Veranstalter für Ponyprüfungen zu finden.
ZKV-Future-Cup
Für die Springreiter gibt es zusätzlich den ZKV-Future-Cup, für den man sich an Concours qualifizieren kann. Luciana Koppens, die letztes Jahr die Ausbildung zur Pferdefachfrau begann, hat drei Pferde und ist seit zwei Jahren im Future-Programm dabei. Beim Future-Cup mitzureiten ist natürlich sehr spannend, wie Carole Wasem ergänzt: «Als Mitglied des Future-Kaders muss man mindestens vier Turniere auf Niveau B/R 90/95 reiten, um sich zu qualifizieren.» Die Qualifizierten können am ZKV-Weekend im Herbst am Final teilnehmen. Dort wird ein Umgang nach Stil und einer nach Fehlern und Zeit gewertet.
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