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Sind Schweizermeister Naturtalente? «Nein», findet Ramona Schmid, die neue Schweizermeisterin der Jungen Reiter, «ich war kein Naturtalent in der Dressur.» Das Rezept für den Erfolg sieht für sie anders aus: «Ich habe ein klares Ziel und einen starken Willen und arbeite dann hart darauf hin.» 
Ende Juni konnte Ramona Schmid aus Meinisberg an den Schweizermeisterschaften Dressur in Prangins zusammen mit Honeur die Richter überzeugen und gewann Gold bei den Jungen Reitern. «Sie erzählte schon als kleines Kind, sie werde irgendwann das Kader-Abzeichen an der Jacke haben», erklärt ihre Mutter schmunzelnd. «Wir dachten damals jaja, denn am Anfang wollte sie gar nicht begreifen, wie man ein Pferd an den Zügel reitet.» Ramona stimmt zu: «Ja, ich brauchte etwa ein Jahr, bis ich das begriff.» Doch danach ging es steil nach oben. Elfjährig absolvierte sie die Lizenz-Prüfung und ritt im selben Jahr bei den Schweizermeisterschaften Junioren mit. Und das Kader-Abzeichen liess auch nicht lange auf sich warten. Honeur war von ihrer Familie gekauft worden. «An der ersten SM dachte er noch, komm wir gehen zusammen, heute sagt Ramona, jetzt gehen wir zusammen», erklärt Mutter Schmid den Werdegang.
Klarer Tagesplan
Die 19-jährige Ramona Schmid schloss diesen Sommer die Lehre als Pferdefachfrau EFZ ab. Den Lehrabschluss zu machen und gleichzeitig dem Sport nachzugehen, war sehr anstrengend. Ohne die grosse Unterstützung durch ihren Lehrmeister Gilles Ngovan wäre das nicht möglich gewesen. Denn neben der Arbeit im Lehrbetrieb war Ramona auch verantwortlich für die fünf Pferde daheim. Nun arbeitet sie in Deitingen bei Gilles ­Ngovan und trainiert nebenbei  ihre Pferde zu Hause. Das verlangt klare Strukturen: «Wenn ich morgens aufstehe, habe ich mir bereits einen genauen Plan gemacht, wie der Tag ablaufen soll. Er gibt mir dann vor,  wie ich meine für diesen Tag vorgenommenen Arbeiten erledige.»
Mit Zweitpferd gewonnen
Ramona Schmid ist in Meinisberg auf dem Pferdebetrieb ihrer Eltern aufgewachsen.  «Ich reite von klein an», erklärt sie und ergänzt: «Anfangs bin ich mehr gesprungen, aber ich hatte viele Stürze.» Dann kam die Idee für Dressur, denn schon ihre Grossmutter war eine begnadete Dressurreiterin. Zu Beginn in Gehorsamsprüfungen des SVPK kam sie dann über den Ponysport zur Dressur. Als ihr Erfolgsrezept gibt sie ein klares Ziel an, einen starken Willen und hart darauf hinarbeiten. Im nächsten Jahr möchte sie nun bei den Jungen Reitern erfolgreich mitreiten. Ihr bestes Pferd, Kelly Sue, war dieses Jahr verletzt, so dass sie mit dem Ersatzpferd Honeur an der Meisterschaft teilnahm. «Es hat mich sehr gefreut, mit Honeur zu gewinnen. Als er zu uns kam, konnte er weder Pirouetten noch Wechsel, das habe ich ihm beigebracht. Da freut es einen umso mehr, wenn sich der Erfolg einstellt.»
Kaum Zeit für anderes
Neben den Pferden bleibt nicht mehr viel Zeit: «Meistens bin ich abends müde und der Tag ist gelaufen.» Ab und zu bleibt noch etwas Platz für anderes. Möglichst ausgefallene Ideen liebt Ramona Schmid am meisten. Die Mutter pflichtet bei: «Über einen Fels springen oder Klettern zum Beispiel!» Auch Schwimmen und Skifahren darf ab und zu nicht fehlen. «Ramona war schon immer sehr aktiv und wollte immer etwas machen», schildert ihre Mutter das Wesen ihrer Tochter. Am schlimmsten sei es gewesen, als sie mit zwölf Jahren den Ellenbogen gebrochen hatte und für eine längere Zeit nicht reiten durfte.
Familie als grösster Sponsor
Ramonas grösster Sponsor ist ihre Familie, die ihr schon das Meisterpferd Honeur gekauft hatte. Anlässlich von Verkaufstagen von norddeutschen Dressur­eliten fanden Schmids zum Lehrabschluss von Ramona einen vielversprechenden Vierjährigen. Im Moment braucht der Vierjährige am meisten Zeit. Ein ausgeglichenes Training ist Ramona Schmid für ihre Pferde sehr wichtig. Sie geht mit ihnen ins Gelände zum Traben oder Galoppieren oder macht zwischendurch zur Abwechslung auch Bodenarbeit. Nebst regelmässigem Weidegang können die Pferde hier und da auch frei in der Halle herumtoben. Für ihre Mutter ist es wichtig, die Pferde nicht zu verbrauchen. Jeden Tag nur aufs Viereck, das würde die Pferde demotivieren. Ab und zu wird ein Weidetag eingelegt: «Umso mehr sind sie am nächsten Tag wieder voll dabei.»
Springsport nicht vernachlässigen
Dem Springsport ist Ramona Schmid auch treu geblieben. Mit einem Springpferd startet sie regelmässig in Prüfungen und geht einmal pro Woche zu Daniel Etter in die Springstunde. Auch in Militaryprüfungen geht sie an den Start.  Zu Hause hilft sie ihrer Mutter beim Reitunterricht mit, der sich vor allem mit der Basisausbildung befasst. Auf dem Betrieb in Meinisberg stehen Pferde und Ponys von 50 bis 185 Zentimetern zur Verfügung. In der nächsten Zeit möchte sich Ramona Schmid nach erfolgreichem Lehrabschluss nun als Berufsreiterin etablieren und sich langsam einen Kundenstamm aufbauen.

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