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Von einer Schliessung des Schweizerischen Instituts für Pferdemedizin ISME in Avenches will Agroscope nicht sprechen, hält Daniel Guidon gegenüber dem Kavallo fest. Agroscope stelle einzig sein finanzielles Engagement ein, gehe aber davon aus, dass die Klinik auch ab 2017 weiterhin betrieben werde. «In welcher Form das ISME weitergeführt wird, liegt nun an der Fakultät Bern», hält Agroscope fest. Denkbar sei, dass die zukünftige Klinik tierärztliche Leistungen erbringe, die mit der Miete der Räumlichkeiten verrechnet würden. Der Grund für die Einstellung der finanziellen Beteiligung an ISME liegt nicht in einem abnehmenden Interesse an der Tierzucht. Im Gegenteil, wie Guidon anführt: «Agroscope schafft eine neue Stelle für einen Tiergenetiker.»
Der ohne Rücksprache gefällte Entscheid des Bundes, sich personell komplett aus dem ISME zurückziehen zu wollen, überraschte nicht zuletzt den Leiter des Instituts, Prof. Dr. med. vet. Vinzenz Gerber (unser Bild) aus Bern. Dem zusammen mit der Pferdeklinik der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern betriebenen Institut kommt gesamtschweizerische Bedeutung zu, denn Forschung und Lehre wird in Avenches für die gesamte Pferdebranche und auch für Studierende aus Zürich betrieben. Weil der Rückzug des Bundes so unerwartet und plötzlich eintrat, weiss Gerber noch nicht, wie es mit dem ISME weitergehen wird: «Eine Lösung haben wir nicht zur Hand. Wir werden nun an der Uni überlegen, was wir überhaupt machen können. Unser Interesse an der Weiterführung des Instituts ist ganz klar vorhanden. Zu gross ist die Bedeutung für die Schweizer Pferdebranche wie für Vetsuisse, um es einfach aufgeben zu wollen. Wie wir das machen können, ist noch unklar, der Rückzug stellt uns völlig unvorbereitet vor vollendete Tatsachen.»
Nicht nachvollziehbar ist der Entscheid auch aus züchterischer Sicht, schliesslich hat sich die Schweiz im Biodiversitäts-Abkommen von Rio verpflichtet, eigene und lokale Rassen wie den Freiberger zu erhalten. Die Frage drängt sich deshalb auf, wie das gesetzlich verankerte Gestüt in Avenches ohne angeschlossenes Reproduktionszentrum dieser Verpflichtung nachkommen kann? Es sind in erster Linie die Züchter, die von den Einrichtungen, dem Know-How für die Samenkonservierung und den neuen Erkenntnissen im modernen Fortpflanzungsmanagement profitieren und damit für den Erhalt einer Rasse sorgen.

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