Die vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung ausgearbeitete Strategie Tierzucht 2030 umfasst nicht weniger als 103 Seiten und ist so wichtig, dass Bundesrat Johann Schneider-Ammann sogar das Vorwort dazu geschrieben hat. Pferdefreunde allerdings werden darüber nicht glücklich sein, schreibt Schneider-Amman doch: «Die Erzeugung von Produkten aus tierischer Herkunft ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Schweizer Landwirtschaft. In weiten Gebieten insbesondere der Alpen und Voralpen sind die klimatischen und geografischen Bedingungen so, dass sich die Vegetation vor allem für Wiesen und Weiden eignet. Wiederkäuer können sich als Einzige davon ernähren.» Aber äxgüsi, Herr Bundesrat: Pro Pferd wird von einem Flächenbedarf von rund 1 ha ausgegangen. Betrüblich ist vor allem, dass der Bericht von einem vielköpfigen Team mitgestaltet wurde. Ob das ein schlechtes Zeichen dafür ist, welch geringe Rolle dem Pferd in der Schweiz noch beigemessen wird? Bleibt nur zu hoffen, dass der vom Verband Schweizerischer Pferdezuchtorganisationen in Vorbereitung begriffenen Stellungnahme dereinst mehr Beachtung geschenkt wird.
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