Die beim Pferdehändler Kesslering im thurgauischen Hefenhofen beschlagnahmten Pferde sind heute von der Armee und weiteren Transportunternehmen aus dem Oberthurgau in den Sand, dem Kompetenzzentrum für Veterinärdienst und Armeetiere, nach Schönbühl BE überführt worden. An jenen Ort also, wo bis 1972 jährlich Hunderte von jungen Pferden für die Kavallerie akklimatisiert worden waren. Die übrigen transportfähigen Tiere wie Rinder, Schafe und Schweine – einige Tiere mussten noch auf dem Hof euthanasiert werden – wurden ebenfalls alle weggefahren. Ulrich Kesselring wird weiterhin nicht auf freien Fuss kommen. Ein Amtsarzt hat eine fürsorgerische Unterbringung angeordnet. Tiere wird er ohnehin keine mehr halten können, es wurde nun gegen ihn ein Tierhalteverbot ausgesprochen.
Nach Angaben von Kantonstierarzt Paul Witzig hat sich der Transport von zehn Fohlen als schwierig gestaltet, weil sie in einem schlechten Zustand seien. Bei vielen Pferden seien die Hufe vernachlässigt. Ein akutes Tierleid wie auf den letzte Woche im Blick veröffentlichten Bilder will Witzig aber nicht vorgefunden haben.
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