Was sich im Untersuchungsbericht über den Tierschutzfall Hefenhofen um Ulrich K. dezidiert heraushören liess, wird in der Berichterstattung in den Medien schonungslos aufgedeckt. «Der Tierquäler verhöhnte die Behörden», titelte die NZZ. Die Thurgauer Zeitung schreibt: «Dass der Kantonstierarzt im Amt bleibt, ist ein Fehler». Und der Blick meint: «Alle sind schuld, aber niemand muss gehen» und bei SRF wird festgehalten «Thurgauer Behörden liessen sich einschüchtern». Auch wenn sich die Regierung nach – fast – allen Seiten für ihre Versäumnisse entschuldigte, so einfach darf der gravierende Fall nicht einfach mit ein paar Optimierungsvorschlägen erledigt werden. An Hinweisen aus der Bevölkerung hat es in all den Jahren nämlich auch nicht gefehlt. Doch alle waren letztlich frustriert, weil sie vom Veterinäramt kein Gehör gefunden hatten. Ebenso stimmt es einfach nicht, dass Kantonstierarzt Witzig keine rechtliche Unterstützung gehabt hätte! Die Wahrheit ist, dass ein wiederholt vorgetragenes Hilfsangebot einfach nicht angenommen worden war. Dass es wieder zu einem Tierschutzfall wie Hefenhofen kommt, ist eher unwahrscheinlich. Wichtig ist aber, dass die vorhandenen Lücken im Tierschutz geschlossen werden können: Fähige Tierschutzengagierte müssen die Möglichkeit erhalten, durch den Gang vor die Gerichte das weitverbreitete Behördenversagen ans Licht zu bringen und für effektive Veränderung zu sorgen.
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