Der Heim-CSIO in St. Gallen gehörte im Jahresprogramm der Springreiter zu den wichtigsten Anlässen nebst den Olympischen Spielen in Rio. Doch der als Hauptprobe angekündigte Nationenpreis missglückte im Gründenmoos: Abgeschlagen auf dem 6. Rang ging der Mannschaftswettbewerb zu Ende. Gewonnen wurde er mit 8 Punkten von der irischen Equipe dank den drei Nullrunden von Greg Patrick Broderick/Going Global, Bertram Allen/Molly Malone V und Cian O’Connor/Good Luck im zweiten Umgang. Je 12 Punkte wiesen die Teams aus Schweden, Frankreich, den USA und Deutschland auf und wurden im zweiten Rang klassiert. Mit den acht Punkten aus der ersten Runde wie Irland und die USA wäre für die Equipe mit Martin Fuchs/Clooney, Steve Guerdat/Bianca, Paul Estermann/Lord Pepsi und Romain Duguet/Quorida de Treho noch alles möglich gewesen, denn nur Deutschland stand mit nur einem Fehler besser da. Bei Martin Fuchs’ Clooney stellten Steward, Tierarzt und Richter an der Flanke jedoch eine blutige Stelle fest, was nach Reglement zur Disqualifikation und einem Startverbot für den zweiten Umgang führte. So zählte jeder Ritt – eine Verbesserung gegenüber dem ersten Umgang gelang nicht, jedes Paar musste einen Abwurf verzeichnen. Duguet war im ersten Umgang noch ein Blankoritt geglückt, im zweiten Umlauf dagegen riss seine 12-jährige Stute am an letzter Stelle stehenden Oxer noch eine Stange aus den Auflagen. Disqualifiziert wurde nicht nur Clooney, auch bei Unita Ask des Schweden Rolf-Göran Bengtsson wurde Blut entdeckt und disqualifiziert. Das enttäuschende Resultat kommentierte Equipenchef Andy Kistler mit: «Es ist viel Pech zusammengekommen!»
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