Von den Müttern hängt in der Pferdezucht viel ab. Floriana zeichnete sich durch einen guten Charakter und mit viel Kampfeswille im Blut aus. Den ersten Teil ihrer Karriere absolvierte die vom Gestüt Auenquelle gezogene Floriana in Deutschland. Hier erreichte sie anständige Resultate und war unter anderem zweimal Listed platziert. Die hübsche braune Stute mit dem kleinen weissen Fleck auf der Nase siegte bei 21 Starts insgesamt sechsmal und erreichte 14 Platzierungen. Neben dem Kondor-Rennen in Köln triumphierte sie auch im Listed race «Trophée des 3 ans» in Avenches. Sie ist gut gezogen und war aus der Verbindung von Seattle Dancer (Nijinsky) und Florilla (Big Shuffle) hervorgegangen. Sie gab nie auf und brachte das Rennen manchmal fast alleine nach Hause.
Floriana wurde 2009 vierjährig an den Scala Racing Club verkauft und 2010 vom Lumière Breeding Syndicate in die Zucht genommen. 2011 wurde sie erstmals von Lord of England aus dem Gestüt Etzean gedeckt. Sie brachte 2012 ihren Erstling, die braune Stute Florice, auf dem Berwangerhof zur Welt. 2012 kam Lord of England nochmals zum Zug. Genau in der Nacht zum Valentinstag brachte sie 2013 dann ein kräftiges Hengstfohlen zur Welt, das Fiorentino genannt wurde.
Fiorentino – ein Hengst mit Milchmaul
Kaum geboren machte Fiorentino schon mächtig Eindruck. Dank seiner grossen Blesse am Kopf, verbunden mit einem sogenannten Milchmaul, bot er gleich ein unverwechselbares Bild. Doch nicht genug damit. Sein Fellkleid macht ihn zum Stichelfuchs. Er ist ein Fuchs wie sein Vater, doch sein Fell ist mit vielen weissen Stichelhaaren versetzt. Im Gegensatz zur braunen Schwester, die mehr der Mutter gleicht, schlägt er eher nach dem Vater oder sogar nach dem Grossvater Dashing Blade. Seine Kindheit in Obhut der Mutter verbrachte er auf dem Berwangerhof. Als Absetzer wechselte er auf das Gestüt Westerberg. Die Züchter hatten vor, ihn an die Jährlingsauktion 2014 nach Baden-Baden zu bringen.
Das Gestüt Westerberg liegt zwischen Bingen am Rhein und Mainz. Auf den dortigen Weiden und unter der Obhut von Peter Rodde und Merle Schmidt entwickelte sich der kräftige Junghengst bestens. Auch waren ihm die nötigen Manieren beigebracht worden, sodass er auf der BBAG-Auktion 2014 einen guten Eindruck machte. Das im Vorfeld der Auktion angemeldete Interesse bestätigte sich im entscheidenden Moment leider nicht. Die Züchter kauften ihn zurück und liessen ihn weiterhin im Gestüt Westerberg, bis er dann im Januar 2015 zu Guy Raveneau nach Avenches ins Training kam. Wie es mit Fiorentino weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.
Mehr über Fiorentino auf: www.scala-racing.ch
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