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Wir haben uns manches Mal gefragt, ob die Verpflichtung von Fiorentino, als Kavallo-Pferd durchs Jahr zu galoppieren, durchzuhalten sei. Und obwohl er eher zum Steher neigt, eine durchaus anspruchsvolle Distanz. Und nun ists passiert. Er muss wegen einer kleinen Verletzung pausieren. Nichts Ungewöhnliches bei einem Spitzensportler. Leider müssen nun auch die Leserinnen und Leser, die seine Entwicklung mit Spannung verfolgt haben, Pause machen.
Eigentlich hätten wir es besser wissen müssen! Aber der gros­se, gut gefüllte Honigtopf der Zweijährigensaison war zu ver­lockend. Wir vom LBS (Lumière Breeding Syndicate) wollten uns auch daran laben. Wir träumten und hatten grosse Hoffnungen. Mit unserem ersten Pferd Lumisson (v. Street Rebel) hatten wir tolle Rennen gewonnen (aber nicht als Zweijähriger!) und mehr erreicht, als wir je ahnten.
Nun mussten wir über die Bücher und erkennen, dass Fiorentino kein frühreifes Pferd ist. Zwar gab und gibt es immer wieder Ausnahmen, aber ein spätreifer Hengst bringt mit einer spätreifen Stute ganz selten ein frühreifes Fohlen.
Auch seine Statur wies auf einen starken, kräftigen Kerl hin. Und eigentlich lief ja auch alles bestens, zwar langsam, aber ohne Probleme. Und nun der Rückschlag. Mit Rennpferden zu planen, ist so eine Sache. Und meistens kommt es anders, als man denkt.
Startboxenprüfung verlief ohne Problem
Der Samstag, 11. Juli, versprach wieder ein wunderschöner, heisser Sommertag zu werden. Das tägliche ­Training wurde deshalb schon früh am Morgen absolviert. Anschliessend sollte Fiorentino einen weiteren Schritt in seiner Rennkarriere machen: die obligatorische Startboxen-prüfung, ohne die kein Pferd an den Start gehen darf. Nun konnte er zeigen, was er schon einige Male erfolgreich geübt hatte. Tim und Fiorentino schritten locker zum Prüfungsplatz, wo die beiden vom sehr netten Experten begrüsst wurden. Eigentlich war dieser Test keine grosse Sache. Fiorentino war sehr ruhig, drehte vor der Maschine ein paar Runden und beobachtete alles ganz genau. Dann war es so weit: Ganz cool trat er in die grüne Box ein, stand still, wartete ruhig, bis die Türen aufsprangen, und ab ging die Post. So ruhig ist aber der Ablauf an einem Renntag nicht, denn vorher muss jeweils noch der enge Führring besucht werden, wo die hektische, nervöse Atmosphäre mit den vielen Leuten, Pferden, Musik, Lautsprechern usw. viel mehr an den Nerven sägt (nicht nur bei den Pferden!). 
Nun, der Experte war sehr zufrieden und sprach ein grosses Lob aus. Er meinte, ein ganz tolles Pferd, das sicher mal gute Leistungen auf der Rennbahn zeigen werde. Aber er gab dann auch den Hinweis, wir müssten ihn geduldig auf die Rennen vorbereiten. Er sei kein frühes Pferd (andere Meinungen vorbehalten), er werde sich zum richtigen Zeitpunkt anbieten. Das kam uns doch ziemlich bekannt vor.
Alles bestens? Leider doch nicht!
Ende Juli mussten wir erkennen, dass Fiorentinos Beine den Rennanstrengungen noch nicht gewachsen waren. Es wurde eine kleine Verletzung (Läsion) festgestellt, die eine Behandlung verlangte. Von dieser muss er sich nun erholen. Fiorentino darf auf den wunderbaren Berwangerhof zurück, wo er schon seine (sehr glückliche) Kindheit verbrachte. Da wird ihm einiges bekannt vorkommen und auch der Weg dorthin ist für uns kürzer als nach Avenches. Besuche sind garantiert.
Wir LBSler gedulden uns also weiter und hoffen, nächstes Jahr wieder von Fiorentino berichten zu dürfen. Bis dann.
Lukrative Prämien für Frühreife
huf. – In Frankreich sind die Prämien (Besitzer- und Züchterprämien) für zweijährige Pferde sehr hoch. Bei einem Sieg erhält der Besitzer zusätzlich noch 64% Prämien vom Sieggeld, der Züchter auch noch 23%. Wirklich frühreif gezogene Pferde laufen dann als Zweijährige 12 bis über 20 Rennen. Je früher sie an den Start kommen, desto weniger Gegner müssen sie bezwingen. Als Dreijährige und Vierjährige kommen sie dann meist weniger zum Einsatz – sie haben ihre Aufgabe erfüllt.
Aber die grossen klassischen Rennen wie Derby oder Prix de Diane sind in allen Zuchtländern für Dreijährige ausgeschrieben. Wer also ein solches Rennen gewinnen will, setzt seine guten Pferde nur sehr spärlich oder gar nicht als Zweijährige ein!
Lord of England, der Vater von Fiorentino, hat gute und auch einige sehr gute Pferde gebracht. Von seinen 188 Nachkommen, die von 2008 bis 2012 geboren wurden, konnten aber nur 14 ein Zweijährigenrennen gewinnen. Aber mehrere trumpften dann als Dreijährige gross auf. Fiorentinos Mutter Floriana lief auch erst dreijährig und gewann ihre Rennen noch später.
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