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Der Pferdesport kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Nach dem bedauerlichen Vorfall am White Turf in St. Moritz vor vier Wochen, wurde am Samstag ein Verfahren wegen Tierquälerei gegen den Springreiter Paul Estermann vom «Blick» publik gemacht. Im Training soll er zu Hause in Hildisrieden seine 15-jährige Irländerstute Castlefield Eclipse, mit welcher er unter anderem 2014 den «Grossen Preis der Schweiz» am CSIO St. Gallen gewonnen hatte, so brutal geschlagen haben, dass sie am Bauch blutende Wunden davontrug. Der «Blick» stützt sich bei seiner Titelgeschichte auf die Aussagen des einstigen Pferdepflegers von Estermann. Der 39-jährige Tscheche Zdenek Dusek fing im Oktober 2014 bei Estermann zu arbeiten an, klaute seinem Arbeitgeber letztes Jahr ein paar Tausend Franken und floh ins Ausland. Das gestohlene Geld will Dusek mittlerweile zurückbezahlt haben. Bei der Einvernahme durch die Luzerner Polizei zeigte er die Aufnahmen von den blutenden Wunden, die er im April 2016 von Castlefield Eclipse’ Bauch gemacht haben will.
Wie schnell Pferde an Flanken und Bauch zu bluten beginnen können, sollten die Springreiter mittlerweile wissen, mussten doch am letzten CSIO Schweiz in St. Gallen Martin Fuchs und Rolf-Göran Bengtsson nach dem ersten Umgang im Nationenpreis disqualifiziert werden, weil der General Steward durch Sporen hervorgerufene Blutspuren an ihren Pferden feststellte. Paul Estermann wird diese Woche einvernommen, Stellung nehmen will er vorläufig nicht. Der Schweizerische Verband für Pferdesport äussert sich zum Fall auf seiner Homepage. Estermann habe den Vorfall ordnungsgemäss gemeldet und bis der Fall aufgeklärt sei, gelte die Unschuldsvermutung.
Für Estermann ist es nicht der erste Fall. 1995 war am CHIO Aachen an den Beinen seines Pferdes Piquet von den Tierärzten eine ausgeprägte Dermatitis festgestellt worden. Vom Weltreiterverband wurde er dafür mit einer Busse von 1500 Franken bestraft und der Übernahme von 1000 Franken Verfahrenskosten. Der Berner Professor Urs Schatzmann schrieb in diesem Zusammenhang an die Adresse des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport: «Die Zukunft des Pferdesports, meine Damen und Herren, steht auf dem Spiel.» Denn der SVPS hatte voreilig eine vollständige Rehabilitation gefordert, weil im Labor keine Spuren von verbotenen Substanzen nachgewiesen werden konnten. Mehr Selbstkontrolle forderte vor zwei Jahren in einem Referat an der Delegiertenversammlung des SVPS auch Hans Wyss, Direktor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: «Es ist ein schlechtes Signal, wenn in einem Training für das Juniorenkader in einer Gymnastiklinie die darin enthaltene Triple Barre von der falschen Seite her gesprungen wird.»

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