Da Schimmelpilze überall in der Natur vorkommen, vertragen gesunde Pferde grundsätzlich eine gewisse Schimmelpilzbelastung. Wenn diese Grenze allerdings überschritten wird oder das Pferd einer ständigen Keimbelastung ausgesetzt ist, drohen Krankheiten. Experte Felix Garlipp aus der Verfahrenstechnik der Georg-August-Universität Göttingen erklärt, dass Heu und Stroh deutlich an Qualität eingebüsst haben. Das hängt vor allem mit den ungünstigen Wetterbedingungen während der Erntezeit zusammen, denn der regenreiche Sommer hat in weiten Teilen Deutschlands und der Schweiz zu einer höheren Keimbelastung im Raufutter geführt.
Gefährliche Giftstoffe
Nach der Ernte müssen Heu und Stroh zur Trocknung auf dem Feld liegen bleiben, bis der Wassergehalt unter 15 Prozent liegt. Erst dann darf das Raufutter gelagert werden. Regnet es häufig, kann aber weder Heu noch Stroh ausreichend trocknen, so dass die Schimmelpilze bereits auf dem Feld entstehen und Fäulnisprozesse in Gang setzen. Wenn dann das Raufutter zu nass eingepresst und gelagert wird, finden die Schimmelpilze optimale Bedingungen vor, denn sie lieben es warm und feucht. Aus diesem Grund weisen besonders in diesem Jahr sehr viele Heu- und Strohballen einen erhöhten Gehalt an Schimmelpilzsporen auf.
«Die etwa 300 bekannten Schimmelpilzarten vermehren sich durch Sporenbildung und ernähren sich von organischen Molekülen wie Eiweiss, Fetten und Kohlenhydraten», erläutert der Wissenschaftler. Die Gefahr geht dabei nicht nur von den Pilzen selbst aus, sondern vor allem von den Giftstoffen, den sogenannten Mykotoxinen, welche die Pilze bilden, um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen. Mykotoxine gehören zu den giftigsten von der Natur produzierten Stoffen und können nicht zuletzt aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit für Pferde gefährlich werden. Das Pferd nimmt die Schimmelpilze und deren Giftstoffe mit dem Futter oder mit der Atmung auf: Die Giftstoffe binden sich an Staubpartikel und gelangen dann durch die Luft in den Organismus des Pferdes. Dort angekommen, können sie grosse Schäden unterschiedlichster Art anrichten.
Als häufig vorkommende Folgen zählt Felix Garlipp Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Allergien und chronischen Husten auf. Tierärzte warnen ausserdem vor der krebserregenden Wirkung der einzelnen Giftstoffe. Das Spektrum möglicher Erkrankungen reicht von Nieren- und Leberschäden über Verdauungsstörungen und Krampfkoliken bis hin zu Nervenschäden. Wie auch bei Tinker-Wallach Kosimo äussern sich Krankheiten häufig durch Leistungsschwäche, Müdigkeit und eine erhöhte Atemfrequenz.
«Die etwa 300 bekannten Schimmelpilzarten vermehren sich durch Sporenbildung und ernähren sich von organischen Molekülen wie Eiweiss, Fetten und Kohlenhydraten», erläutert der Wissenschaftler. Die Gefahr geht dabei nicht nur von den Pilzen selbst aus, sondern vor allem von den Giftstoffen, den sogenannten Mykotoxinen, welche die Pilze bilden, um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen. Mykotoxine gehören zu den giftigsten von der Natur produzierten Stoffen und können nicht zuletzt aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit für Pferde gefährlich werden. Das Pferd nimmt die Schimmelpilze und deren Giftstoffe mit dem Futter oder mit der Atmung auf: Die Giftstoffe binden sich an Staubpartikel und gelangen dann durch die Luft in den Organismus des Pferdes. Dort angekommen, können sie grosse Schäden unterschiedlichster Art anrichten.
Als häufig vorkommende Folgen zählt Felix Garlipp Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Allergien und chronischen Husten auf. Tierärzte warnen ausserdem vor der krebserregenden Wirkung der einzelnen Giftstoffe. Das Spektrum möglicher Erkrankungen reicht von Nieren- und Leberschäden über Verdauungsstörungen und Krampfkoliken bis hin zu Nervenschäden. Wie auch bei Tinker-Wallach Kosimo äussern sich Krankheiten häufig durch Leistungsschwäche, Müdigkeit und eine erhöhte Atemfrequenz.
Diese Massnahmen beugen vor
Ob ein Pferd erkrankt, hängt neben dem Keimgehalt im Raufutter auch mit dem Alter, dem Gesundheitszustand und mit den Haltungsbedingungen des Pferdes zusammen. Um möglichen Krankheiten vorzubeugen, rät Garlipp, Pferde in Ställen mit sehr guter Luftzirkulation zu halten. «Diese weisen eine deutlich geringere Konzentration von Pilzsporen in der Stallluft auf», so der Wissenschaftler. Ausserdem kann man der Staubbildung vorbeugen, indem man auf das Aufschütteln von Heu und Stroh verzichtet oder das Heu gründlich wässert und das Pferd auf Späne umstellt.
Zweifellos ist es von Vorteil, wenn man dem Pferd Raufutter bester Qualität vorsetzt, das trocken geerntet und gelagert wurde. Da sich die Wetterbedingungen während der Ernte nicht beeinflussen lassen, kann das Raufutter auch nachträglich durch eine spezielle Trockenreinigung von Schimmelpilzen befreit werden. Lisa Schmidt hat sich die Tipps des Experten zu Herzen genommen und mittlerweile den Stall gewechselt. Tinker-Wallach Kosimo steht nun in einem Offenstall und ist auf dem Weg der Besserung. «Er ist fast wieder der Alte», freut sich seine Besitzerin. Sie kontrolliert regelmässig das Futter auf Geruch und Aussehen. «Man kann sich nie ganz sicher sein, ob sich nicht doch Giftstoffe im Raufutter befinden, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.»
Zweifellos ist es von Vorteil, wenn man dem Pferd Raufutter bester Qualität vorsetzt, das trocken geerntet und gelagert wurde. Da sich die Wetterbedingungen während der Ernte nicht beeinflussen lassen, kann das Raufutter auch nachträglich durch eine spezielle Trockenreinigung von Schimmelpilzen befreit werden. Lisa Schmidt hat sich die Tipps des Experten zu Herzen genommen und mittlerweile den Stall gewechselt. Tinker-Wallach Kosimo steht nun in einem Offenstall und ist auf dem Weg der Besserung. «Er ist fast wieder der Alte», freut sich seine Besitzerin. Sie kontrolliert regelmässig das Futter auf Geruch und Aussehen. «Man kann sich nie ganz sicher sein, ob sich nicht doch Giftstoffe im Raufutter befinden, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.»
text Fey von dem Bussche
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