Nicht nur für die Zuchtverbände, auch für die grosse Mehrheit der Teilnehmer an der Kavallo-Umfrage ist klar: Die Importkontingente für Pferde und Ponys sollen bleiben.
Das Resultat der Kavallo-Umfrage ist eindeutig: Gut 80 Prozent der eingegangenen Antworten haben sich klar für Import-kontingente zum Schutz der einheimischen Pferdezucht ausgesprochen. Nur ein Leser hat sich dagegen ausgesprochen, als er uns schrieb: «Die waren aus meiner Sicht nie gerechtfertigt, in der ‹freien Marktwirtschaft› ist dies nicht nötig. Dies ist eine Beeinflussung und eine Bevorteilung, die ungerecht ist.» Alessandro Bonomo aus Russikon steht mit seiner Ansicht dennoch nicht alleine da, wie die am 11. Oktober von der Eidgenössischen Zollverwaltung auf der Homepage aufgeschaltete Mitteilung zeigt: «Achtung: Das Pferdekontingent 2016 ist ausgeschöpft. Die Möglichkeit zur definitiven Veranlagung von Pferden zum Kontingentsansatz besteht erst wieder ab dem 1. Januar 2017.» Für den Import von Pferden besteht offensichtlich eine grosse Nachfrage. Im Vorjahr waren die 3822 Pferdekontingente bereits am 9. September ausgeschöpft, 2014 hatten die zugeteilten Kontingente auch bis Anfang Oktober gereicht.
Grösserer Bestand bei weniger Schweizer Pferden
Die Pferdekontingente bilden zweifellos noch einen Schutz für die einheimische Pferdezucht, auch wenn der Ansatz mittlerweile auf bescheidene 120 Franken gesunken ist. Doch damit allein sind die Absatzkanäle nicht gesichert, wie auf der nationalen Equidenbank Agate (siehe Bild oben) zu sehen ist. Während die Zahl der in der Schweiz geborenen Pferde in den vergangenen zwei Jahren einen Rückgang zu verzeichnen hatte, stieg die Gesamtpopulation im gleichen Zeitraum etwas an. Fazit dieser Entwicklung: Protektionismus allein genügt nicht. Pferde und Ponys werden – auch wenn der Preis letztlich vor dem Handschlag mit-entscheidend ist – primär nicht nach wirtschaftlichen Kriterien gekauft, die überwiegende Mehrheit der Pferdesportlerinnen und -sportler sucht das ihrer Pferd ihrer Vorstellungen. Wird in dieser Hinsicht von den Züchtern und den Zuchtverbänden aber genug unternommen? Werden Wünsche nach «Pferden, geboren in der Schweiz?» genügend geweckt?
Das Resultat der Kavallo-Umfrage ist eindeutig: Gut 80 Prozent der eingegangenen Antworten haben sich klar für Import-kontingente zum Schutz der einheimischen Pferdezucht ausgesprochen. Nur ein Leser hat sich dagegen ausgesprochen, als er uns schrieb: «Die waren aus meiner Sicht nie gerechtfertigt, in der ‹freien Marktwirtschaft› ist dies nicht nötig. Dies ist eine Beeinflussung und eine Bevorteilung, die ungerecht ist.» Alessandro Bonomo aus Russikon steht mit seiner Ansicht dennoch nicht alleine da, wie die am 11. Oktober von der Eidgenössischen Zollverwaltung auf der Homepage aufgeschaltete Mitteilung zeigt: «Achtung: Das Pferdekontingent 2016 ist ausgeschöpft. Die Möglichkeit zur definitiven Veranlagung von Pferden zum Kontingentsansatz besteht erst wieder ab dem 1. Januar 2017.» Für den Import von Pferden besteht offensichtlich eine grosse Nachfrage. Im Vorjahr waren die 3822 Pferdekontingente bereits am 9. September ausgeschöpft, 2014 hatten die zugeteilten Kontingente auch bis Anfang Oktober gereicht.
Grösserer Bestand bei weniger Schweizer Pferden
Die Pferdekontingente bilden zweifellos noch einen Schutz für die einheimische Pferdezucht, auch wenn der Ansatz mittlerweile auf bescheidene 120 Franken gesunken ist. Doch damit allein sind die Absatzkanäle nicht gesichert, wie auf der nationalen Equidenbank Agate (siehe Bild oben) zu sehen ist. Während die Zahl der in der Schweiz geborenen Pferde in den vergangenen zwei Jahren einen Rückgang zu verzeichnen hatte, stieg die Gesamtpopulation im gleichen Zeitraum etwas an. Fazit dieser Entwicklung: Protektionismus allein genügt nicht. Pferde und Ponys werden – auch wenn der Preis letztlich vor dem Handschlag mit-entscheidend ist – primär nicht nach wirtschaftlichen Kriterien gekauft, die überwiegende Mehrheit der Pferdesportlerinnen und -sportler sucht das ihrer Pferd ihrer Vorstellungen. Wird in dieser Hinsicht von den Züchtern und den Zuchtverbänden aber genug unternommen? Werden Wünsche nach «Pferden, geboren in der Schweiz?» genügend geweckt?
Frage des Monats November
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