Gehören Tierschutzfälle grundsätzlich an die Öffentlichkeit oder sollen sie bei den Verbänden bleiben?», lautete die letzte Monatsumfrage. Das Ergebnis ist eindeutig: Alle eingegangenen Antworten sprechen sich dafür aus, dass tierschutzwidriges Verhalten publik zu machen ist. Erstaunlich ist diese klare Meinung nicht. Denn haben nicht Hefenhofen und andere Fälle – der Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission wird mit einem Monat Verspätung Ende Oktober vorgestellt – gezeigt, dass erst auf Druck von aussen reagiert wird? Auch wenn die schlimmen Verhältnisse im Oberthurgau bekannt gewesen waren.
Sachlichkeit wahren
Für SVPS-Präsident Charles Trolliet ist es grundsätzlich nicht falsch, tierschutzwidrige Fälle an die Öffentlichkeit zu bringen. Dies sollte aber so sachlich wie möglich geschehen, da diese Thematik äusserst emotional sei. Zudem sollte immer die Meinung oder die Stellungnahme der verschiedenen Parteien berücksichtigt und wiedergegeben werden. Und wenn ein tierschutzrelevanter Fall im Rahmen einer SVPS-Veranstaltung passiere, würde er reglementsgemäss behandelt, was – in gewissen Fällen –etwas Zeit brauchen könne. Die Öffentlichkeit möchte wohl eine sofortige Sanktion, was nicht immer möglich sei, wenn die Fakten nicht klar genug sind und eine Untersuchung benötigen. Grundsätzlich findet Trolliet: «Die Transparenz erhöht meiner Meinung nach den guten Ruf des Pferdesportes mittelfristig, auch wenn es immer schwarze Schafe geben wird. Wir müssen diese bekämpfen. Und das ist schliesslich ein Zeichen unseres Engagements zugunsten der Pferde!»
Frage des Monats 10/18
Ethische Grundsätze will der SVPS für alle Mitglieder verbindlich erklären. Sollen auch die Reglemente einheitlich sein was beispielsweise Starts, Zäumung oder Hilfszügel anbelangt?
– Ja
– Nein
Antworten bitte an:
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