48 dreijährige Freibergerhengste sind für die Nationale Hengstselektion 2018 vom 13. Januar in Glovelier gemeldet. Auch wenn elf Hengste weniger gemeldet worden sind als letztes Jahr, kommen mit diesem Lot doch neun von den noch elf bestehenden Linien vor die Richter. Vertreten sind die Linien C (10), H (9), E (7), N (6), L (4), V (4), Don (3), P (3) und Q (2), keine Kandidaten gibt es für die Linien D und R. Für die Erhaltung der Rasse gibt es zwei erfreuliche Feststellungen: Einerseits gibt es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keine klar dominierenden Linien und andererseits sind die Hengstanwärter der sogenannten bedrohten Linien mit 29 Pferden (60%) in der Überzahl. Zwei Drittel der angemeldeten Kandidaten, also 32, gehören Besitzern aus dem Jura und Berner Jura, die anderen 16 verteilen sich auf die Kantone FR (3), AG (2), BL (2), LU (2), TG (2), BE (1), GR (1), SG (1), SO (1) und VD (1). Zum ersten Mal seit Einführung der Massnahme vor sechs Jahren musste kein Kandidat aufgrund eines positiven CLF-Testergebnisses abgewiesen werden. Die schwierigen Entscheidungen, die im 2011 gefällt werden mussten, um diese genetische Krankheit auszumerzen, tragen nun ihre Früchte. Ausserdem wurde bei der genetischen Kontrolle der väterlichen Abstammung kein Fehler festgestellt. Die von der Richterkommission ausgewählten Kandidaten treten später zum 40-tägigen Stationstest an, der am 22. Januar 2018 im Nationalgestüt in Avenches beginnt.
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