In idyllischer Umgebung auf dem Twannberg verbringen zwei Freiberger ihren Lebensabend in einer bemerkenswert symbiotischen Beziehung. Die 30-jährige Tamara ist blind und wird vom 29-jährigen Mirko fürsorglich betreut.
Grosse Blumen- und Kräuterfelder säumen das letzte Teilstück auf der Zufahrt zum Biohof «Gruebmatt» auf dem Twannberg. Hier sind Mirko und Tamara zuhause, zwei mittlerweile prominente Freibergerpferde. Sie beeindrucken nicht nur wegen ihres hohen Alters, sondern auch wegen ihrer speziellen gegenseitigen Beziehung.
Mirko, Wallach, 29-jährig, ist mit seiner Abstammung aus der Vaterlinie Orimate du Mesnil und mütterlicherseits mit Alsacien quasi als Freiberger-GT gezogen und heute zahnlos. Bis vor drei Jahren wurde er noch regelmässig geritten und ist von seinem Besitzer Gian Hofer, einem Sozialversicherungsfachmann, der erst mit 25 Jahren zu reiten begann, auch über lange Distanzen vom Chasseralmassiv bis ins Emmental eingesetzt worden. Die 30-jährige Tamara, Stute, von Judomer aus der J-Linie gezogen, ist eine handliche Fuchsstute mit heller Mähne und als Folge des grauen Stars seit drei Jahren vollständig blind. Die Elitezuchtstute hatte fünf Fohlen und war vor ihrer Behinderung das Alphatier.
Beim Besuch dieser aussergewöhnlichen Partnerschaft von zwei Pferden, die seit 23 Jahre zusammen leben, ist die enge Abhängigkeit der Tiere voneinander beeindruckend. Frischgras von der Weide kann der verspielte Mirko zwar nicht mehr verwerten, ist aber dank spezieller Ernährung durch die Biohofbetreiberin Margrit Schumacher in vorbildlichem Allgemeinzustand. Sein Fellkleid Ende August hätte einem halb so alten Pferd noch gut angestanden. Seit Tamara erblindet ist, übernimmt der Wallach die Aufgabe als Blindenführer. So kann sich die Stute im gemeinsamen Auslauf selbständig bewegen. Auf der Weide, zuweilen etwas alleine gelassen, ruft sie bei Unsicherheit nach ihrem Gefährten und Mirko führt sie zum sicheren Ort zurück. Bei der Stute ist eine Schärfung der verbliebenen Sinne auffällig. Ein stetes Ohrenspiel nimmt akustische Reize war, ein tastender, vorsichtiger Gang und eine tiefe Kopfstellung beim Bewegen, um allfällige Hindernisse zu ertasten, hat sie sich angeeignet. Nach Aussage ihres Besitzers haben sich die beiden Pferde in ihren Grundtemperamenten verändert: «Mirko war früher eher nervös und Tamara hat ihn stets beruhigt, heute ist er ruhiger geworden und gibt seiner Partnerin in kritischen Situationen Sicherheit.»
Die Popularität der beiden Pferdeveteranen führt dazu, dass auch Ethikfragen diskutiert werden und Bauern vermehrt Anfragen für Alterspension erhalten. Ihr Portal auf Facebook ist unter «Mirko & Tamara» zu finden.
Mirko, Wallach, 29-jährig, ist mit seiner Abstammung aus der Vaterlinie Orimate du Mesnil und mütterlicherseits mit Alsacien quasi als Freiberger-GT gezogen und heute zahnlos. Bis vor drei Jahren wurde er noch regelmässig geritten und ist von seinem Besitzer Gian Hofer, einem Sozialversicherungsfachmann, der erst mit 25 Jahren zu reiten begann, auch über lange Distanzen vom Chasseralmassiv bis ins Emmental eingesetzt worden. Die 30-jährige Tamara, Stute, von Judomer aus der J-Linie gezogen, ist eine handliche Fuchsstute mit heller Mähne und als Folge des grauen Stars seit drei Jahren vollständig blind. Die Elitezuchtstute hatte fünf Fohlen und war vor ihrer Behinderung das Alphatier.
Beim Besuch dieser aussergewöhnlichen Partnerschaft von zwei Pferden, die seit 23 Jahre zusammen leben, ist die enge Abhängigkeit der Tiere voneinander beeindruckend. Frischgras von der Weide kann der verspielte Mirko zwar nicht mehr verwerten, ist aber dank spezieller Ernährung durch die Biohofbetreiberin Margrit Schumacher in vorbildlichem Allgemeinzustand. Sein Fellkleid Ende August hätte einem halb so alten Pferd noch gut angestanden. Seit Tamara erblindet ist, übernimmt der Wallach die Aufgabe als Blindenführer. So kann sich die Stute im gemeinsamen Auslauf selbständig bewegen. Auf der Weide, zuweilen etwas alleine gelassen, ruft sie bei Unsicherheit nach ihrem Gefährten und Mirko führt sie zum sicheren Ort zurück. Bei der Stute ist eine Schärfung der verbliebenen Sinne auffällig. Ein stetes Ohrenspiel nimmt akustische Reize war, ein tastender, vorsichtiger Gang und eine tiefe Kopfstellung beim Bewegen, um allfällige Hindernisse zu ertasten, hat sie sich angeeignet. Nach Aussage ihres Besitzers haben sich die beiden Pferde in ihren Grundtemperamenten verändert: «Mirko war früher eher nervös und Tamara hat ihn stets beruhigt, heute ist er ruhiger geworden und gibt seiner Partnerin in kritischen Situationen Sicherheit.»
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