Aus „Kavallo“ 08/23: Vier Hufe sind es, die unser Pferd durch sein ganzes Leben tragen. Die Vierbeiner können dank des robusten Horns über Stock und Stein gehen und den verschiedensten Belastungen trotzen. Und ihre Hufe erfüllen dabei lebenswichtige Funktionen. Dies geht jedoch nur, wenn die Hufe gesund sind und es auch bleiben.
Von Nicole Basieux
Wer ein Pferd besitzt, das keine Hufprobleme hat, darf sich glücklich schätzen. Denn nicht selten sind diese langwierig und mühsam und zu allem hin auch noch schmerzhaft für das Tier. Die regelmässige Kontrolle und Pflege der Hufe ist dementsprechend primordial. Doch für gesunde Hufe muss man noch viel ganzheitlicher denken und handeln. Wichtig sind die folgenden fünf Säulen der Hufgesundheit:
- Bewegung
Es ist wohl kaum bekannt, dass Wildpferde Probleme mit ihren Hufen haben. Pferde sind Lauf- und Fluchttiere, die täglich im Durchschnitt bis zu 30 Kilometer zurücklegen. Durch die langen Laufwege nutzen sich die Hufe von Wildpferden auf natürliche Art und Weise ab, weshalb in freier Wildbahn auch keine Hufbearbeitung notwendig ist. Je artgerechter das Bewegungsprofil eines Pferdes ist, desto besser sind die Voraussetzungen für einen gesunden Huf. So hängt die Funktionalität der Hufpumpe und somit auch die Durchblutung der Hufe stark vom Laufpensum des Pferdes ab. Steht das Pferd für einen längeren Zeitraum unbewegt in der Box, schwellen oftmals auch die Beine an, was ein Zeichen für fehlende Blutzirkulation in den Beinen ist.
- Haltung & Hygiene
Zur Gesunderhaltung der Hufe sollte man die Haltungsbedingungen immer im Auge behalten. Saubere Untergründe spielen dabei eine grosse Rolle, da die Ausscheidungen der Pferde Ammoniak enthalten, das bei häufigem Kontakt mit den Hufen auch eine Strahlfäule zur Folge haben kann. Auch die Beschaffenheit der Böden hat einen Einfluss auf die Hufgesundheit. Matsch und Schlamm können einem Pferd in der Regel nichts anhaben – im Gegenteil: Die Hufe müssen Feuchtigkeit aufnehmen, um elastisch zu bleiben. Steht das Pferd allerdings zu lange auf feuchten Böden, können die Hufe weich werden. Ausserdem begünstigt übermässige Feuchtigkeit im Fesselbereich die Entstehung von Mauke. Mit entsprechenden Pflegemitteln kann man der übermässigen Feuchtigkeitsaufnahme der Hufe entgegenwirken. Steht das Pferd auf vorwiegend trockenen Böden, ist womöglich eine zusätzliche Zufuhr von Feuchtigkeit notwendig.
Hier geht’s zum ganzen Artikel aus dem Printmagazin.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Abonnieren Sie das “Kavallo” und verpassen Sie nichts mehr!
Jeden Donnerstagabend erhalten Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten
ausgewählte Artikel sowie die nächsten Veranstaltungen bequem per E-Mail geliefert.