Heiss war es gestern Sonntag am gut besuchten 2. Aarauer Renntag im Schachen gewesen. Die Besucher, die an den Wettschaltern trotz kleinen Feldern über 85’000 Franken umsetzten, bekundeten mit der drückenden Hitze wenig Mühe, den Hindernispferden machte sie allerdings zu schaffen, führte doch der «Grosse Preis des Kantons Aargau» über die lange Distanz von 4200 m und zwei Mal über den mächtigen Tribünensprung. Die aus Deutschland angereiste Stute Wangera mit dem englischen Jockey Mark James Quinlan kam wohl zu einem überlegenen Sieg, zeigte dann aber auf der Rennbahn erste Anzeichen einer erhöhten Körpertemperatur (Hyperthermie). Der Jockey stieg ab und der Grosstierrettungsdienst und die zwei Zürcher Veterinärprofessoren Anton Fürst und PD Mike Weishaupt waren gleich mit Wasser zur Stelle. 40° Körpertemperatur wurden dann von Fürst gemessen, zwischen 37,5 und 38 °Celsius beträgt sie im Normalfall. Abhängig ist die innere Körperwärme allerdings von verschiedenen Faktoren wie der Tageszeit, der Luftfeuchtigkeit und der geleisteten Arbeit des Pferdes. Den weiteren vier GP-Startern machte die Hitze ebenso wenig aus wie den Pferden im Cross, wo allerdings nur drei den langen Weg von 4800 m antraten. An Spannung und Abwechslung fehlte es dnnoch nicht, gewann letzlich Stall Schloss Bergs selber gezogene Papageno unter Raphael Lingg überlegen vor Cacao d’Olivate, der lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte.
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