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Brücken, Wippen, Engpässe, Bachbette und Baumstämme – was im Gelände an Hindernissen anzutreffen ist, lässt sich in einem Extrem-Trail in der Halle üben. Ein Wettkampf auf Zeit ist es allerdings nicht, das Training verhilft aber zu mehr Sicherheit beim Ausreiten.
Zufrieden erklärt Orla Wenger bei der Schlussrunde des Extreme-Horse-Trail-Trainings: «Ich habe heute gelernt, dass ich Alfa mehr Luft geben und ihr vertrauen muss.» Das «Gräbli» hat der 13-jährigen Orla am Jugendkurs bei Reto und Marianne Isabelle Moor in Bühl BE am besten gefallen, ein Hindernis, dass an ein steiniges Bachbett mit umgefallenen Bäumen erinnert. Dort hat sie erkannt, dass sie Alfa machen lassen muss und nicht zu fest am Zügel halten oder treiben darf. Für die Haflingerstute Alfa war es das erste Training zusammen mit Orla, an Gymkhanas und Bodenarbeitsprüfungen sowie an der Schweizermeisterschaft des SVPK waren sie schon gestartet.
Naturnahe Parcours
Der Extreme-Horse-Trail-Parcours von Reto und Marianne Moor ist in der Region Bern bekannt, denn auch am Ex­treme-Horse-Trail-Wettbewerb an der PFERD war er schon zu bestaunen gewesen. Die Hindernisse haben Moors selber gebaut. Wichtig ist ihnen, dass der Parcours und die verwendeten Materialien so naturnah wie möglich wirken. Mit zwei Autos und zwei grossen Anhängern fährt das Paar Brücken, Wippen, Engpässe, künstliche Bachbette und Baumstämme auf die Plätze.
Angefangen mit dem Extreme-Horse-Trail haben Moors vor rund sechs Jahren. Anfänglich trainierten und unterrichteten die beiden Trail und Holzrücken zu Hause mit dem Ziel, junge Pferde so weit zu bringen, dass sie keine Probleme mehr im Gelände haben. Um Wettbewerb ging es nicht.
Nach ihrem Umzug aus dem Aargau in den Berner Jura konnten sie ihre Ex­reme-Horse-Trail- und Holzrückeparcours erweitern. Nun stehen zum Üben auch diverse Treppen und Abrutsche zur Verfügung. «Wir haben uns Gedanken gemacht, was wir noch anbieten können, um die Arbeit zu verfeinern», so Reto Moor. Mit seinen tonnenschweren Vierbeinern ist das gar nicht so einfach. Denn sein Herz schlägt für ruhige, schwere Kaltblüter, während Marianne Moor feingliedrige Gangpferde hält.
Basisarbeit fürs Ausreiten
An den Kursen nehmen nicht nur erwachsene Teilnehmer aus allen Reitweisen und mit verschiedensten Rassen teil, sondern auch Kinder und Jugendliche. Der Extreme-Horse-Trail ist als Basisarbeit zu verstehen, es geht um Gelassenheit und Trittsicherheit. Schliesslich würden wir alle ausreiten und könnten auf solche Hindernisse treffen. Ab und zu kämen auch Dressurreiter an Kurse, um ihren Pferden Abwechslung zu bieten. An allen Kursen werden die Hindernisse zuerst vom Boden aus geübt und zum Schluss dürfen sie auch geritten werden. «Wir gehen alles ruhig und gelassen an», erklärt Marianne Moor. «Am Ende trauen sich die Kinder meist mehr zu als zu Beginn. Das ist die Motivation zum Weitermachen.» Als Reitpä­dagogin folgt sie in ihrem Unterricht dem «Team Pony Concept» und geht vieles spielerisch an, was auch beim Extreme Horse Trail sehr nützlich ist. «In den vergangenen Jahren hat ein Umdenken stattgefunden, für die Boden­arbeit interessieren sich mehr und mehr Leute», gibt Reto Moor zu bedenken.
Coaching ist das A und O
«Oft müssen wir die Teilnehmer coachen, da viele unsicher sind», erklärt Marianne Moor. Das Coaching diene aber auch dazu, etwas zu bremsen. Der Mensch wolle zu schnell zu viel. Nach rund 20 Minuten werden die Teilnehmer in den Ruhebereich geschickt, damit das Pferd das Gelernte verarbeiten kann. Zudem sei es wichtig, wenn etwas nicht klappe, einen Schritt zurückzugehen. «Funktioniert die Wippe in der kleinsten Einstellung, eine Stufe grösser aber nicht, muss man zum kleineren zurückkehren», so Marianne Moor. «Zudem greifen wir ein, wenn wir sehen, dass zu viel Druck gemacht wird.» Sie nimmt dann den Teilnehmer meist vom betreffenden Hindernis weg und übt ein anderes mit ihm.
Nach einer weiteren Ruhepause für Pferd und Teilnehmer gelingt das Durchlaufen der Hindernisse meist viel besser.
«Die Pferde brauchen eine Ruhephase, danach geht es oft wie von selbst.» In den Kursen bei Moors dürfen die Teilnehmer vieles selber ausprobieren. Hilfe ist aber immer zur Stelle, wenn es nötig ist. Wer ein weiteres Mal an einen Kurs kommt, erzählt dann oft, was in der Zwischenzeit zu Hause besser funktioniert hat. «Das ist schön. Uns geht es um die Freude, eine Massenproduktion soll es nicht werden», gibt Reto Moor zu verstehen.  Auch Orla und Alfa hat der Kurs sichtlich gefallen. Mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht verlässt die 13-Jährige die Reithalle. Besonders gut gefiel ihr, wie Moors einzeln auf alle eingehen: «Marianne und Reto Moor sind stets fair, aber auch konsequent bei allen Hindernissen. Das war super.»

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