Wie soll sich die Pferdezucht im Zeitalter der Globalisierung organisieren? Das wollte der KAVALLO in seiner letzten Monatsumfrage von seinen Leserinnen und Lesern in Erfahrung bringen. Liegt die Zukunft nach wie vor bei den Verbänden oder eher in der Verantwortung jedes einzelnen Stutenbesitzers im freien Umfeld? Das Resultat ist eindeutig herausgekommen: Gut drei Viertel der eingegangenen Antworten sprechen sich ganz klar für den Pferdezuchtverband aus. Nur einer von vier Befragten möchte eine völlige Liberalisierung der Zucht und für die Zucht freie Marktverhältnisse.
Geforderte Verbände
Mit dem klaren Bekenntnis ist den Zuchtverbänden wohl das Vertrauen ausgesprochen worden, es hat ihnen aber gleichzeitig auch eine grosse Verantwortung übertragen. Denn hinter diesem eindeutigen Resultat lässt sich in der Züchterschaft die Erwartung erkennen, die Verbände werden die Herausforderungen schon zu meistern verstehen. Damit aber die Verbände die anstehenden Herausforderungen wie Hengstleistungsprüfungen, genomische Selektion oder Vermarktung wirkungsvoll anpacken können, müssen sie auf die Unterstützung ihrer Mitglieder zählen können. Was aber haben wir in den vergangenen Jahren erlebt in der Schweiz? Während sich im Ausland die Zuchtverbände unter dem Konkurrenzdruck zu modernen Organisationen zusammenschliessen, splittern sich unsere Warmblutzüchter auf, anstatt auf der eher erfolgversprechenden Basis «Einigkeit macht stark» zu züchten.
Frage des Monats 07/17
Beim Bau von Stallanlagen sind die Bedürfnisse der Besitzer/-innen vermehrt zu berücksichtigen? Ist der Wohlfühlfaktor ein wichtiges Element für den Pferdebetrieb?
– Ja
– Nein
– Schön, wenn es ihn gibt.
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