Nicht zu schlagen waren am CSIO St. Gallen im abschliessenden Longines Grand Prix die irischen Reiter: Als letzter der 13 zum zweiten Umgang zugelassenen Reiter setzte Bertram Allen mit Hector van D’Abddijhoeve alles auf eine Karte, kam fehlerfrei in 44,75 Sekunden am Ziel an und distanzierte seinen Landsmann Richard Howley/Chinook um 0,9 Sekunden auf den 2. Platz. Dass es eine Jagd um Sekunden ging, ist nicht zuletzt Howleys Pferd zuzuschreiben, der vor dem Springen als Eventer eingesetzt worden war. Und weil Howley gewinnen wollte, war seine Marke auch nur schwer zu unterbieten. Lange sah es für Paul Estermann gut aus, als könnte er mit Lord Pepsi seinen GP-Sieg vor drei Jahren im Gründenmoos wiederholen. Doch die Linkswendung auf den zweitletzten Sprung wurde etwas gross – fehlerfrei blieb das Paar wohl und kam mit der drittschnellsten Zeit am Ziel an. Steve Guerdat blieb mit der Stute Hannah auch in beiden Umgängen des GP ohne Abwurf. Damit kam er nicht nur auf den 5. Platz, sondern holte sich damit auch die 50’000 Franken in der St. Gallen «Clear Round Challenge» – dem Sonderpreis für sieben fehlerfreie Parcours. Christina Liebherr platzierte sich mit L.B. Eagle Eye fehlerfrei im 6. Rang, mit je 4 Punkten aus beiden Umgängen rundeten Romain Duguet/Twentytwo des Biches, Janika Sprunger/Aris und Niklaus Rutschi/Cardano CH die gute Schweizer Bilanz auf den Plätzen 10, 11 und 12 ab.
Auch wenn am Heim-CSIO in St. Gallen nur einmal die Schweizer Nationalhymne ertönte – Philipp Züger gewann mit Lykkeshoes Castus ein Wertung-C-Springen –, der 2. Platz im Nationenpreis, der starke Auftritt im GP sowie die vielen guten Platzierungen während der vier Tage zeigen, wo die Schweizer Springreiter stehen – bei der Weltspitze. Equipenchef Andy Kistler sagte dazu: «St. Gallen zeigte, dass wir zehn, elf Reiter für 5*-Nationenpreise haben. Eine erfreuliche Bilanz konnte OK-Präsidentin Nayla Stössel zum Abschluss bilanzieren: «Wir hatten während den vier Tagen Topsport im Gründenmoos.»
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