Obwohl dieses Jahr der Böögg am Zürcher Sechseläuten lange zu umreiten war, konnten alle Pferde wohlauf in ihre Ställe zurückkehren. Im Jahr zuvor war bekanntlich ein Pferd an plötzlichem Herzversagen leider verstorben. Trotz des reibungslosen Ablaufs, der auch auf verbesserte Vorbereitungsarbeiten in den Reitergruppen zurückzuführen ist, wollen Zürcher Tierschutzkreise den bedauerlichen Vorfall im letzten Jahr zum Anlass einer Grundsatzdiskussion machen. Nach wie vor hält York Ditfurth, Präsident des Zürcher Tierschutzbundes, am Vorwurf der «Tierquälerei» fest. Und Antoine F. Goetschel, der frühere Tieranwalt im Kanton Zürich, taxiert den finalen Umritt am Sechseläuten als «grenzwertig». Den Vorwurf der «Tierquälerei» findet Goetschel zwar übertrieben, begrüsst indessen die angestossene Grundsatzdiskussion. «Die Frage stellt sich tatsächlich, ob Tiere zum menschlichen Vergnügen eingesetzt werden dürfen oder nicht.», wird er im Winterthurer «Landboten» zitiert.
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