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Der Einsatz von Totilas an der Europameisterschaft Dressur ist auch für mich unentschuldbar. Aber müsste man nicht eher vom «Fall Dressur» schreiben als nur vom «Fall Totilas»? Mich wundert vor allem, wie sich solche Fehlentwicklungen einstellen konnten. A. B. in U.
Das in Ihrer Frage aufgegriffene Thema trifft hundertprozentig zu. Wäre Totilas nicht lahm ins Viereck gekommen, hätte es in Deutschland kaum eine so hitzige Diskussion über den Stand der Reiterei im Allgemeinen gegeben. Wie es zu solchen Fehlentwicklungen kommen konnte, habe ich in der vom «Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport» herausgegebenen Jubiläumsbroschüre festgehalten: «Fehlentwicklungen haben stets eine Vorgeschichte und dann einen langen Nachhall. Der nebulöse Begriff ‹Kreuzanspannen› hat beispielsweise in den 1960ern zu der Entstehung des berühmten Dressur-Liege-Schiebe-Sitzes geführt. 
Im Jahr 1988, also vor gut 25 Jahren, dominierte in Seoul eine Reiterin mit dem damaligen Ausnahmepferd Rembrandt die Dressurkonkurrenz. Anfang der 90er-Jahre erklärte sie in einem Interview ihre Geschichte der Suche nach dem richtigen Weg: ‹Am Anfang war es nach unten, aber nicht so lang und tief. Weil ich nicht so viel Kraft habe, musste ich die Pferde sehr feinfühlig machen. Dann habe ich selber angefangen auszuprobieren. Wie ich jetzt reite, habe ich selbst zusammenklamüsert.› 
Erfolg rechtfertigt die Methode
Später ist genau das der Beginn einer neuen Rollkur-Ära. Der Erfolg rechtfertigt die Methode, zumal in der öffentlichen Wahrnehmung die Vorarbeit nicht im Blickfeld steht. In den Prüfungen vor den Richtern gibt es keine Beanstandungen. Auf den Turnierplätzen wurde die Rollkur schleichend immer mehr akzeptiert. Die Einführung der Kürprüfungen im Spitzensport hat diesen Prozess noch begünstigt. Damit fanden Medien und Sponsoren wohl eine attraktive Plattform, aber in der Umsetzung wurden genaues Reiten und klare Grundgangarten dem spektakulären Erscheinungsbild geopfert. Zu Anfang glaubte man noch, intern mit den Irrwegen Einzelner zurechtzukommen, aber die öffentliche Wahrnehmung änderte sich. Die Erfolge der bekennenden Reiter setzten eindeutige Signale. Warum sollte eine Strategie geändert werden, wenn man Erfolg hat? Wollte man Erfolg, kopierte man die Erfolgreichen. Der gestiegene zirzensische Anteil in den Dressurprüfungen war nicht mehr zu übersehen. Somit steht die Beliebigkeit der Trainingsmethoden zu Recht in heftiger Kritik. Die Natur des Pferdes in den Mittelpunkt zu rücken, öffnet die Augen, um die Grundsätze der klassischen Ausbildungsnotwendigkeiten wieder klarer zu erkennen. Nicht der Zweck heiligt die Mittel, sondern die Natur des Pferdes begründet die Zweckmässigkeit der Ausbildung.»

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