Galilea schnaubt. «Hoo», ruft Christophe Chapatte und streicht seiner Stute beruhigend über den Hals. Etwas nervig ist es geworden, das stämmige Pferd. Die Galopps in der Gruppe vorbei an staunenden Rindern haben die Lust am Dahinpreschen geweckt. Selbst bei gelassenen Pferden wie den robusten Freibergern wird so der Vorwärtsdrang geschürt und bei Reiterinnen und Reitern das Rennfieber entfacht. Christophe Chapatte aus dem kleinen Dorf La Chaux-des-Breuleux ist einer von rund 75 jurassischen Landwirten und Pferdebesitzern, die auf ihrem Hof Reittourismus anbieten. Von kurzen Ausritten über Tagestouren bis zu mehrtägigen Trekkings mit Schlafen im Stroh, Tipi-Zelt oder Gasthof wird eine bunte Palette an Aktivitäten präsentiert. Und wer das Vagabundenleben liebt, mietet einen Planwagen und zieht gemütlich über Land.
Natur und Emotionen
Auch bei der Familie Chapatte steht Letzteres im Angebot, arbeitet sie doch mit Nachbar Thierry Jeanneret zusammen, einem Spezialisten für Planwagen und Kutschenfahren. Viele Menschen möchten ihre Ferien aktiv in der Natur verbringen und etwas erleben. Reiten zu lernen, hoch zu Ross durch die Gegend zu streifen oder eine mehrtägige Tour zu unternehmen, dies steht oben auf der Wunschliste von vor allem weiblichen Teenagern, aber auch Erwachsenen. Oft bietet ein gemeinsamer Ausritt just jenen Kompromiss, den Familien mit halbwüchsigen Mädchen und Buben suchen. Denn Reiten heisst Natur, Emotionen, körperliche Aktivität und Abenteuer – für alle etwas demzufolge. Die Franches-Montagnes oder Freiberge sind ein wahres Reit-Eldorado. Das auf 1000 Metern gelegene Hochplateau im Südwesten des Kantons Jura ist eine reizvolle, zugleich wilde wie sanfte Landschaft. Sie besteht hauptsächlich aus Waldweiden – auch Wytweiden genannt –, unterbrochen von Baumgruppen, Tannenwäldern, Steinmauern, Einzelhöfen und lockeren Siedlungen. Auf den Feldern grasen Kühe und Pferde, halb wild und offen, was zum freiheitsliebenden jurassischen Genre passt.
250 Kilometer Reitwege
Der Freiberger ist die einzige ursprüngliche Schweizer Pferderasse. Er zeichnet sich aus durch einen gutmütigen Charakter, Robustheit, Genügsamkeit und Leistungsbereitschaft. Keine andere Schweizer Region ist bezüglich Reittourismus so gut organisiert wie der Jura. Dies, weil das Weideland mit den ausgedehnten Galopps schon lange Reitfans und Pferdehalter angezogen hat. Letztere mieten sich mit ihren Pferden auf Bauernhöfen ein und unternehmen von dort aus Touren.
Natur und Emotionen
Auch bei der Familie Chapatte steht Letzteres im Angebot, arbeitet sie doch mit Nachbar Thierry Jeanneret zusammen, einem Spezialisten für Planwagen und Kutschenfahren. Viele Menschen möchten ihre Ferien aktiv in der Natur verbringen und etwas erleben. Reiten zu lernen, hoch zu Ross durch die Gegend zu streifen oder eine mehrtägige Tour zu unternehmen, dies steht oben auf der Wunschliste von vor allem weiblichen Teenagern, aber auch Erwachsenen. Oft bietet ein gemeinsamer Ausritt just jenen Kompromiss, den Familien mit halbwüchsigen Mädchen und Buben suchen. Denn Reiten heisst Natur, Emotionen, körperliche Aktivität und Abenteuer – für alle etwas demzufolge. Die Franches-Montagnes oder Freiberge sind ein wahres Reit-Eldorado. Das auf 1000 Metern gelegene Hochplateau im Südwesten des Kantons Jura ist eine reizvolle, zugleich wilde wie sanfte Landschaft. Sie besteht hauptsächlich aus Waldweiden – auch Wytweiden genannt –, unterbrochen von Baumgruppen, Tannenwäldern, Steinmauern, Einzelhöfen und lockeren Siedlungen. Auf den Feldern grasen Kühe und Pferde, halb wild und offen, was zum freiheitsliebenden jurassischen Genre passt.
250 Kilometer Reitwege
Der Freiberger ist die einzige ursprüngliche Schweizer Pferderasse. Er zeichnet sich aus durch einen gutmütigen Charakter, Robustheit, Genügsamkeit und Leistungsbereitschaft. Keine andere Schweizer Region ist bezüglich Reittourismus so gut organisiert wie der Jura. Dies, weil das Weideland mit den ausgedehnten Galopps schon lange Reitfans und Pferdehalter angezogen hat. Letztere mieten sich mit ihren Pferden auf Bauernhöfen ein und unternehmen von dort aus Touren.
Um dem Bedürfnis an möglichst asphaltfreien Strecken gerecht zu werden und dabei das Problem von offenen Weidetoren zu minimieren, haben sich 1999 jurassische Land-besitzer, Viehzüchter, Landwirte und Gemeinden zum Verband der Reitwege in den Freibergen und Umgebung (AREF) zusammengetan. Heute bieten sie ein Reitwegnetz aus vier Routen à 45 Kilometer mit zahlreichen Querverbindungen an – insgesamt 250 Kilometer an markierten Strecken, darunter verheissungsvolle Abschnitte wie der «Grand Galop» oder «Galop du Silence». Ausserdem wurden 170 Reittore errichtet, die ein bequemes Passieren der Weidezäune ermöglichen. Das gesamte Angebot ist auf einer Karte zusammengefasst. Finanziert wird das Ganze durch eine Taxe von sieben Franken pro Tag, die alle Benutzer bezahlen.
Für ausgedehnte Ritte braucht es eine gewisse Sattelfestigkeit. Bei den meisten Anbietern sind dank den braven Pferden auf kürzeren Touren aber auch Anfänger willkommen. «Im Winter nehmen wir nur Fortgeschrittene, denn die Pferde sind frisch, und im Schnee ist es riskant», sagt Chapatte. Für eine Stunde Reiten in der Gruppe müssen im Jura um die 30 Franken, für einen Tag 110 bis 150 Franken gerechnet werden. Ein Fünftagesritt in einer Gruppe von etwa sechs Personen kostet zwischen 1000 und 1500 Franken (inklusive Übernachtung).
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