Die Zuschauer in der Reitbahn klatschen begeistert zur Musik, als die Gruppe aus acht Mädchen in schillernden Anzügen in die Reitbahn einläuft. Dann wird es ganz still. Während die Longenführerin das Pferd auf dem Zirkel angaloppiert, bereiten sich die Akrobaten auf das vor, was sie gleich erwartet – eine Gruppenkür vorführen. Im Voltigieren treffen Akrobatik, Tanz und die Leidenschaft für Pferde aufeinander. Zu mitreissender Musik vollführen sie einen eleganten und chorgrafisch fein inszenierten Tanz, an deren Ende der verdiente Applaus des Publikums steht.
Doch das, was die Zuschauer an diesem Wochenende erleben, ist nicht nur sportlich gesehen ein Highlight. Ohne es zu bemerken, verbringen sie das Wochenende auf einer Veranstaltung, die grösstenteils von Kindern und Jugendlichen organisiert wurde. Zürcher hatte weit im Vorfeld ein Team um sich gescharrt. Die Voltigierer des NPZ, die älter als 16 Jahre sind, übernahmen die Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen. Innerhalb ihrer Bereiche wurden sie von kleinen Teams unterstützt, in denen auch die Jüngeren Aufgaben erhielten. Komplexe Themen wie die Verkehrsplanung über die Festwirtschaft bis hin zur Planung der Siegerehrungen und Preise wurden von den Kindern und Jugendlichen des Voltigeteams bearbeitet. «Natürlich ist eine solche Organisation zeitaufwändiger, als wenn man das mit routinierten Erwachsenen plant», erklärt Zürcher ihre Organisationsstrategie. «Aber mir ist es wichtig, dass auch abseits vom Sport für das Leben gelernt wird und nicht nur sportliche Fähigkeiten gefördert werden.»
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