Das BLV erinnert mit einer neuen Fachinformation daran, dass Esel zwar zur gleichen Familie wie Pferde gehören, aber deutlich andere Bedürfnisse haben.

Bild: Foto von Julissa Helmuth
Was Esel wirklich brauchen
- Esel sind keine kleineren oder „robusteren“ Pferde, sondern eigene Equiden mit anderer Herkunft, anderen Verhaltensweisen und anderen Ansprüchen an Haltung und Pflege.
- Wie alle Equiden sind sie Fluchttiere, brauchen Übersicht über ihre Umgebung, viel Bewegungsfreiheit und täglich mehrmals Raufutter für eine gesunde Verdauung und Beschäftigung.
- Sozialkontakt ist Pflicht: Esel müssen mindestens Sicht-, Hör- und Geruchskontakt zu Artgenossen haben; als Artgenossen gelten bei Eseln Esel, Maultiere und Maulesel.
- Wer mehr als fünf Equiden hält – dazu zählen auch Esel – braucht eine entsprechende Ausbildung; das BLV listet anerkannte Organisationen für Pferde- und Eselhaltende.
Neue BLV-Fachinformation zu Eseln
Mit der neuen „Fachinformation 11.12: Esel tiergerecht halten – Esel sind keine Pferde“ fasst das BLV die aktuellen tierschutzrechtlichen Anforderungen und fachlichen Empfehlungen zur Eselhaltung zusammen. Die Unterlage richtet sich sowohl an Eselhaltende als auch an kantonale Veterinärdienste und soll helfen, typische Haltungsfehler zu vermeiden und Kontrollen zu vereinheitlichen.
Wer Esel hält oder sich mit dem Thema professionell beschäftigt, sollte diese Fachinformation unbedingt lesen – sie ist als PDF direkt auf der BLV-Seite „Haltung und Pflege“ im Bereich Pferde und andere Equiden abrufbar.
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