In der Schweiz gibt es jedes Jahr rund 8000 Reitsportverletzte. Rund 3000 Unfälle betreffen Mädchen unter 17 Jahren. Damit das Reiterlebnis nicht abrupt mit einem Sturz oder einem Huftritt endet, sind vertiefte Kenntnisse im Umgang mit Pferden unerlässlich. Nebst einer fundierten Ausbildung gibt es weitere Sicherheitsvorkehrungen, mit denen sich das Unfallrisiko senken lässt. Oft ziehen Reitunfälle schwere Verletzungsfolgen nach sich, beispielsweise Kopfverletzungen oder Querschnittlähmungen.
Reitanfänger – ob Kinder oder Erwachsene – sollten das nötige Wissen und Können in Kursen er- werben, und zwar in einem Reitbetrieb oder Verein bei qualifizierten Pferdefachpersonen. Es lohnt sich, vor der Anmeldung den Reitbetrieb zu besuchen und eine Unterrichtsstunde zu beobachten. Nach der Grundausbildung wird empfohlen, einen Reiterbrevetkurs inklusive Prüfung zu absolvie- ren. Informationen dazu gibt es auf fnch.ch und für Jugendliche bei allen kantonalen Ämtern von Jugend und Sport (J+S). Viele Kopfverletzungen lassen sich mit einem normengerechten und gut passenden Reithelm vermeiden. Auch die restliche Ausrüstung der Reiterin und des Pferdes sollten den Sicherheitsanforderungen entsprechen. Die Ausrüstung des Pferdes muss gepflegt und in gutem Zustand sein – eine regelmässige Kon- trolle ist wichtig. Die BFU empfiehlt Sicherheitssteigbügel, damit man bei einem Sturz nicht mit dem Fuss hängenbleibt.
Die BFU präsentiert die wichtigsten Tipps in einem im NPZ Bern gedrehten neuen Video.
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