White Turf St. Moritz 2022 – 114 Jahre Internationale Pferderennen auf Schnee

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swiss-image/AndyMettler

pd. Obwohl zurzeit das Reisen für Mensch und Pferd komplizierter ist als auch schon, zeichnet sich für den 82. Grossen Preis von St. Moritz ein starkes Feld ab, das so international ausfallen dürfte wie selten zuvor. Der Rennverein St. Moritz ist auf jeden Fall positiv eingestellt und bereits mit Feuereifer an der Vorbereitung des nächsten White Turfs, welcher traditionsgemäss an den ersten drei Wochenenden im Februar stattfinden wird.

Tradition und Innovation prägen seit über einem Jahrhundert die Internationalen Pferderennen von St. Moritz. Als Sportanlass der Sonderklasse und gesellschaftliches Highlight vor märchenhafter Kulisse im Engadin zählt der White Turf zum erlesenen Kreis der «Swiss Top Events». Am 6., 13. und 20. Februar 2022 werden erneut rund 30’000 Zuschauer auf dem zugefrorenen St. Moritzersee erwartet. Auf dem Programm stehen insgesamt 18 Flach-, Trab- und Skikjöring-Rennen, die sich an den drei Rennsonntagen jeweils ab 11.30 Uhr im 30-Minuten-Takt abwechseln. Im Fokus der Organisatoren stehen Qualität und Sicherheit, die auch 2022 mit innovativen technischen Massnahmen wie Georadar und Infrarot-Wärmebildkamera gewährleistet werden.

Internationales Teilnehmerfeld aus England, Frankreich, Deutschland und der Schweiz

Der Grosse Preis von St. Moritz steht zwar erst am 20. Februar 2022 auf dem Programm, doch der erste Nennungstermin war bereits am vergangenen Montag. 20 Vollblüter aus sechs Ländern wurden für den mit 100’000 Franken dotierten Höhepunkt des White-Turf-Meetings eingeschrieben. «Mit neun Kandidaten stellen die Schweizer Rennställe den Hauptharst. Dazu kommen Pferde aus führenden Turf-Nationen wie England, Frankreich oder Deutschland, aber auch aus weniger bekannten Rennsportländern wie Spanien und Ungarn», erklärt Annina Widmer, Leiterin des Rennbetriebs.

Shooting Star Ulster und GP-Sieger Nimrod

Das einheimische Aufgebot wird angeführt von Ulster, Nimrod, Singledon und Flying Officer. Ulster war im Herbst der Star des Schweizer Rennsports. Dem von Josef Stadelmann für die Bündnerin Laetitia Domenig trainierten Schimmel gelang ein seltener Hattrick. Zuerst gewann er das “Silberblaue Band der Stadt Zürich”, darauf den “Grand Prix Jockey Club” und schliesslich das bedeutendste Handicap. Dass Ulster auch auf Eis und Schnee schnell zu galoppieren vermag, bewies er im Februar 2020, als er in St. Moritz auf Anhieb reüssierte.

Um einen reellen White-Turf-Spezialisten handelt es sich bei Nimrod. Der routinierte Wallach aus dem Trainingsstall des 25-fachen Champions Miro Weiss hat 2018 den GP von St. Moritz gewonnen und 2019 als Dritter erneut einen Podestplatz belegt.

Für zwei andere hochkarätige Kandidaten, Ehepaar Kräuligers Flying Officer und Ehepaar Hartmanns Singledon, sind die Rennen auf dem gefrorenen See dagegen Neuland. Während Flying Officer hierzulande in den grossen Rennen mit grosser Konstanz in die Spitzenränge lief, wurde Singledon aufgrund starker Leistungen in Frankreich für die Rennen in St. Moritz neu erworben.

Auslandschweizer Nubius und Tonnencourt

Nimmt man das internationale Rating als Massstab, so steht bei den ausländischen Bewerbern Nubius klar über dem Rest. Der Wallach, der die Farben des Aargauer Stalles Bärtschi vertritt, aber in Köln trainiert wird, hat seine grosse Klasse nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien und der Schweiz unter Beweis gestellt. Mit Respektabstand auf Nubius folgen der seit Kurzem dem Zürcher Michael Reichstein gehörende Franzose Tonnencourt und der Engländer Restorer.

Ungarische oder spanische Überraschung?

Auch wenn Ungarn und Spanien normalerweise im Galopprennsport keine Hauptrolle spielen, so sollte man ihre Exponenten nicht unterschätzen. «Ungarische Pferde sind immer wieder für Überraschungen gut – auch in St. Moritz», betont Annina Widmer. So verblüffte der von Albert Klimscha gerittene Ryan’s Gift im GP des Jahres 1992 mit einem hochüberlegenen Sieg. Und dass der spanische Trainer Guillermo Arizkorreta Elosegui, der Furioso und Eminence genannt hat, seine Auslandreisen nicht aus touristischen Gründen unternimmt, zeigte er diesen September, als seine Schützlinge Rodaballo und Kitty Marion am Meeting von Baden-Baden zwei bedeutende Rennen gewannen.

Mehr Informationen unter www.whiteturf.ch.

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