Anouk Millasson ist Schweizermeisterin der Hufschmiede

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Anouk Millasson im Einsatz in der Schmiede des Bildungszentrum Aarberg.

Anouk Millasson aus Le Mont-Pélerin (Lehrbetrieb Cyril Magne Maréchal-ferrant) gewinnt die Goldmedaille an den SwissSkills Championships 2021 der Hufschmiede am 24./25. April in Aarberg. Silber holt Milos Csuvara aus Hohentannen (Lehrbetrieb Hasler Schmied Hufschmied GmbH), Bronze gewinnt Marco Müller aus Hilfikon (Lehrbetrieb Schmied-Hufschmied Marcel Meier).

Der Fachverband Farriertec Suisse organisierte die SwillSkills Championships der Hufschmiede am Wochenende vom 24. und 25. April 2021 am Bildungszentrum Aarberg. Selbstverständlich gehörte zur Durchführung ein Schutzkonzept mit strikter Maskenpflicht und Mindestabstand. Erfreulicherweise hatten sich 27 Lernende Hufschmiede angemeldet; 7 davon stehen im zweiten, 15 im dritten und 5 im vierten Lehrjahr. Die Meinung der angehenden Hufschmiede war einhellig, auch wenn sie die eigene Leistung teilweise skeptisch beurteilten: Der Wettbewerb ist eine Erfahrung, die einen im Alltag weiterbringt – Zeitdruck und Überraschungen gehören zum Berufsleben. Christian Krieg, Projektleiter Hufschmiede, freut sich über diese Einstellung: «Jeder, der mitmacht, darf stolz auf seine Leistung sein.»

Zwei Prüfungen plus Surprise

Niklaus Bigler aus Ersigen, selber erfahrener Wettkampfschmied, und Jean-Pierre Cattin aus Courrendlin, langjähriger Wettkampfreiter, amteten als Richter und beurteilten die Arbeiten. Die erste Prüfung bestand aus dem Schmieden von zwei Hufeisen nach Muster mit Hammerfinish in 55 Minuten. Für die Prüfung 2 mussten die Kandidaten in 75 Minuten ein Paar hintere Stempelhufeisen mit Bob-Punch-Kappen schmieden und ein Eisen auf einen toten Huf aufnageln, der vorgängig ausgeschnitten werden musste. Warmraspeln war erlaubt. Diese zwei Aufgaben wurden bereits mit der Ausschreibung bekanntgemacht. Mangels Trainingsmöglichkeit drehte Christian Krieg einen kurzen Film und lud ihn auf dem Farriertec-Kanal auf Youtube hoch. Die dritte Prüfung war eine Kombination der ursprünglich geplanten Prüfungen 3 und 4. Sie verlangte besonderes Augenmass und Tempo: Ein Eagle-Eye-Musterhuf durfte 10 Sekunden lang betrachtet werden und musste dann nach Gedächtnis geschmiedet werden. Als Surprise erhielten die Teilnehmer ein halbes Hufeisen, aus dem sie einen Hufkratzer schmieden mussten. Für Christian Krieg haben solche Aufgaben einen hohen Stellenwert: «Werkzeuge schmieden sind eine gute Gelegenheit, sich mit Material und Formen auseinanderzusetzen.» Für diese beiden Arbeiten standen 35 Minuten zur Verfügung – zum Abschluss des Wettkampfes ging es also nochmal richtig zur Sache.

Grosszügige Sponsoren

Dank dem Engagement der Sponsoren Walter Vogel AG, Eurotrade Hoofcare und Werkman Hoofcare erhielten die Teilnehmenden schöne Naturalgeschenke. Für alle gab es ein persönliches T-Shirt und ein Hufmesser. Der Sieger darf einen Gasofen mit nachhause nehmen, der Zweite einen Amboss, und für den Drittplatzierten gibt es einen praktischen Werkzeugtrolley.

Auf dem Bild: Anouk Millasson im Einsatz in der Schmiede des Bildungszentrum Aarberg.

(Text und Bild Farriertec Suisse, Rob Neuhaus)

 

 

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