Ab 2026 kann es für das NPZ in Bern kritisch werden

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Der Springgarten ist als Sportanlage von Nationaler Bedeutung (NASAK) eingetragen und gehört zu den schönsten Springplätzen in Europa

Noch vor kurzem konnte das NPZ mit der Burgergemeinde Bern den Mietvertrag bis 2026 verlängern. Und in der am 19. März versandten Pressemitteilung freut sich Betriebsleiterin Salome Wägeli, dass sich die Burgergemeinde Bern in Bebauungsgrundsätzen klar zum Nationalen Pferdezentrum bekennt und von einer guten Koexistenz spricht. Nach den Recherchen der «Berner Zeitung» und «Der Bund» sieht die Lage aber etwas anders aus. Denn ab 2026 soll ein Grossteil des Areals in verschiedenen Bauetappen mit Hochhäusern, einer Schule und einem öffentlichen Park bestückt werden. Auch wenn es besonders für die Hochhäuser eine Umzonung und damit eine Abstimmung in der Stadt Bern braucht, so scheint die Zeit doch reif für ein solches Projekt. Auf die Dauer sei der Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf für den Betrieb eines Pferdezentrums dieser Grösse nicht geeignet, sagt Stadtpräsident Alec von Graffenried dem «Bund». «Längerfristig müssen sich die Verantwortlichen überlegen, ob das NPZ am richtigen Standort ist».

Auch wenn die Burgergemeinde immer noch von einer Koexistenz spricht, diese war sogar eine Prämisse für zwei Machbarkeitsstudien, zweifelt unterdessen auch Salome Wägeli gegenüber dem «Bund». Sie geht unterdessen davon aus, dass eine Koexistenz nur für die erste von mehreren Bauetappen möglich sein wird. Wie danach das Nebeneinander von Wohnüberbauung und Reitbetrieb funktionieren soll, ist ihr nicht klar und auch nicht, «ob das Zentrum seinen Bestand von zurzeit 140 Pferden wird reduzieren müssen». Ganz ohne Verlust wird es wohl nicht gehen. Eine der Studien kommt laut dem «Bund» zum Schluss, dass zumindest die «Military-Infrastruktur» im Bereich Richtung Rosengarten kaum erhalten werden kann. Und sollte das NPZ das Gelände räumen müssen, freuen sich die Studienverfasser schon jetzt auf die «interessanten Optionen für die denkmalgeschützten Stallungen entlang der Papiermühlestrasse, welche Chancen für ein vielseitiges Kulturangebot sowie Perspektiven für die Kreativwirtschaft eröffnen.»

(dac)

Quellen

Kostenpflichtiger Artikel beim Bund: Wohnen mit Stallanschluss – Burgergemeinde wünscht sich Hochhäuser im Springgarten

Zur Medieninformation des NPZ, Artikel bei der Bauernzeitung: Der Berner Springgarten beim Nationalen Pferdezentrum wird überbaut – NPZ gibt sich vertrauensvoll

Zum Bild: Der Springgarten ist als Sportanlage von Nationaler Bedeutung (NASAK) eingetragen und gehört zu den schönsten Springplätzen in Europa. (zVg NPZ)

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