Olympiareiterin entfacht olympisches Feuer

Viele Fragen hatte die Ex-Schaffhauserin in ihrer alten Heimat zu beantworten. An der olympischen Idee allerdings habe sich in den fast 60 Jahren nichts verändert.

In ihrer Heimatstadt Schaffhausen hatte Marianne Fankhauser-Gossweiler, die Olympiareiterin von 1964, das Feuer für die Jugend Winterspiele 2020 in Lausanne zu entfachen.

Das olympische Feuer fasziniert Marianne Fankhauser-Gossweiler seit ihrer Jugend. So stark, dass sie in ihrer Schulzeit gar einen Vortrag zu diesem Thema hielt. Doch ausgerechnet sie konnte 1964 diesem feierlichen Anlass nicht beiwohnen, weil die Dressur- und Springreiter einer Triebwerkspanne beim Flugzeug wegen einen längeren Zwischenhalt in Rangoon einlegen mussten und dadurch nach 60-stündiger Reisezeit die Eröffnungsfeier in Tokyo verpassten. Mit dem olympischen Feuer kam die erste Schweizerin, die an Olympischen Sommerspielen für die Schweiz an den Start gehen konnte, nun in ihrer Heimatstadt Schaffhausen dafür in sehr engen Kontakt: Marianne Fankhauser stand in der Munotstadt im Hinblick auf die Jugendwinterspiele in Lausanne von Mitte Januar 2020 als Fackelträgerin im Einsatz und entzündete unter grossem Beifall einer begeisterten Kinderschar das aus Athen in die Schweiz gebrachte Feuer. Doch damit war ihr Auftritt noch nicht vorbei: Jede Klasse wollte mit der Olympiareiterin von 1964 und 1968 noch ein Gruppenfoto machen und Plakate musste die Ex-Schaffhauserin natürlich auch signieren. Die III. Olympischen Jugend-Winterspiele finden vom 9.–22. Januar 2020 an verschiedenen Orten in der Schweiz und Frankreich statt.

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