Shanghai Swans mit Schwizer garnieren ab

Saisonziel erreicht: Die Shanghai Swans wollten zuoberst aufs Podest und haben es in Prag auch geschafft. (Foto: Stefano Grasso)

Das mit 6,4 Mio. Euro hochdotierte Global Champions League Super Cup Finale gewann das Team der mitfavorisierten Shanghai Swans mit Peder Fredricson/H&M Christian K, Pius Schwizer/Cortney Cox und dem einzigen Doppel-Null-Reiter im Feld, Daniel Deusser/Jasmien vd Bisschop mit 12 Punkten. Ihr unglaubliches Preisgeld betrug 2,743 Mio. Euro. Doch wie dieser Sieg zustande kam, war dramatisch. Denn im Laufe der zwei Runden durchlebten die Teilnehmer wie die Zuschauer in der vollbesetzten O2-Arena in Prag ein Wechselbad der Gefühle. «Die Teilnahme am Finale war unser Ziel in diesem Jahr, so einfach ist das», sagte Daniel Deusser. Und Teamkollege Peder Fredricson meinte: «Ich kann es nicht glauben, der Druck war sehr hoch. Es war eine sehr spannende Prüfung. Hier sind die besten Pferde mit ihren Reitern am Start, kein Streichergebnis. Es gab zwei schwere Runden, so viel konnte passieren. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind schliesslich auf dem Platz, den wir gewollt haben.» Pius Schwizer erklärte: «Wir haben ein gutes Team – Peder und Daniel sind zwei der besten Reiter.» Er hob auch die anderen Teamkollegen Shane Sweetnam, Alexandra Thornton und Kim Emmen hervor. Auf den zweiten Platz kämpften sich die Monaco Aces mit 21 Punkten (Laura Kraut, Jos Verlooy, Julien Eppaillard) vor den Vorjahressiegern Madrid in Motion (Maikel van der Vleuten, Mark McAuley, Edouardo Alvarez Aznar) mit 24 Punkte.
Die Aufgabe war schwer, aber höchst lukrativ: Sechs Dreier-Teams kämpften in zwei Runden um ein unglaubliches Preisgeld. Alle Ritte zählten, die Fehler wurden addiert. Vor diesem Finale mussten Viertel- und Halbfinale bestritten werden, für die die teilnehmenden Mannschaften jeweils 100 000 bzw. 200 000 Euro ausbezahlt bekamen. Als Aussenseiter war das Team der Cannes Stars ins Viertelfinale gestartet und von dort aus begann ein rasanter Durchmarsch bis ins Finale. In aller Munde und hoch gelobt trat dabei Maurice Tebbel mit seinem zehn Jahre alten Hengst Don Diarado ins Rampenlicht. Tebbel verhalf zum dritten Mal während des Turniers mit einer fehlerfreien Runde – ebenso wie im Anschluss Jane Richards Philips – und schliesslich Abel Said mit einem Zeitfehler zur unerwarteten Führung vor der finalen Runde zwei. Die Cannes Stars konnten ihre Führung nicht über die Ziellinie bringen, sie wurden nach 25 Fehlerpunkten in Runde zwei Vierte.

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